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23.08.2012

21:59 Uhr

Pionier unter Druck

Elektroautohersteller Fisker kämpft mit Fahrzeugbränden

VonAxel Postinett

Mit seinen schnittigen Elektroautos sorgt der Hersteller Fisker auf jeder Automesse für Aufsehen. Doch neuerdings schlägt sich der Hersteller mit unangenehmen Bildern von brennenden Fahrzeugen und Kapitalproblemen herum.

Ein Fisker Karma vor dem Start einer Rallye von Tallinn nach Monte Carlo. Reuters

Ein Fisker Karma vor dem Start einer Rallye von Tallinn nach Monte Carlo.

San FranciscoPeinliche Panne zur falschen Zeit: Der kalifornische Autohersteller Fisker ruft sein Modell Karma zurück in die Werkstätten. Grund ist ein Problem mit einem überhitzten Lüfter, der offenbar bereits zu zwei Fahrzeugbränden geführt hat. Kein guter Ausgangspunkt, um mit Investoren über neue Kapitalspritzen zu verhandeln. Doch das ist nach Informationen von Reuters dringend nötig. Ein Investor spricht davon, dass Fisker auf der Suche nach 150 Millionen Dollar ist, um weitermachen zu können.

Der Fisker Karma ist ein rassiger Sportwagen mit Öko-Kern. Das Hybrid-Fahrzeug zum Stückpreis von 100.000 Dollar aufwärts besitzt neben seinem Elektroantrieb noch einen 2-Liter Benzinmotor, um im Notfall stromlos über die Runden zu kommen. Verkauft wurden bislang rund 2000 Stück, die jetzt umgerüstet werden sollen.

2007 gegründet hat Fisker aus dem kalifornischen Anaheim bereits rund ein Milliarde Dollar Kapital aufgenommen, allerdings ist laut Reuters vor kurzem die Hälfte einer staatlichen 529-Millionen-Dollar-Anleihe ausgelaufen. Dieses Geld muss nun ersetzt werden. Ray Lane, Partner bei Kleiner Perkins Caufields & Partner und Mitglied des Fisker-Aufsichtsrats, bestätigte die Kapitalsuche im Grundsatz: „Wir brauchen Geld für die Fahrzeugentwicklung“, erklärte er in einem Interview.

Die Probleme mit dem Karma sind nicht die ersten, bereits zweimal mussten Fahrzeuge wegen Mängel zurückgerufen werden. Außerdem kommt das Management nicht zur Ruhe. Mit Tony Posawatz wurde Mitte August der dritte CEO in nur einem Jahr ernannt. Posawatz war zuvor bei General Motors für das Elektroauto Chevy Volt zuständig und soll jetzt die Produktions- und Qualitätsprobleme in den Griff bekommen. Erst im Februar hatte sein Vorgänger Tom LaSorda den CEO-Posten vom Gründer Henrik Fisker, einem ehemaligen Designer bei Aston Martin, übernommen.

Zu den Fisker-Kunden zählt Popstar Justin Biber, der einen Fisker in einer Chrom glänzenden Speziallackierung sein Eigen nennt.

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Kommentare (7)

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Emobil

23.08.2012, 22:28 Uhr

Solche Nachrichten dürft ihr nicht bringen. Merkel will, dass wir Haus und Hof verpfänden, dass wir uns alle die E-Mobile kaufen. Da sind Schreckensnachrichten vollkommen unerwünscht. Der Strompreis geht zumindest schonmal in die richtige Richtung. Denn wenn Strom bald unser neues Benzin sein soll, dann darf der natürlich nicht billig sein. Das wäre doch ein zu großer Einnahmeverlust für den Finanzminister. Dann kann er doch nicht mehr in die Kameras grinsen und sagen: "Die Steuereinnahmen sprudeln!"

Climategateundanderebetrugereien

23.08.2012, 23:17 Uhr

100000 Doller oder aber mindestens 50000 Euro für ein E Auto.
Aber für die UMWELT müssen wir doch alles tun.
Und vor allem bitte Haus und Hof verpfänden einen zweit Job anfangen......
Und wenn das dann nicht mehr reicht schänden wir bitte auch noch die eigene Tochter !"

Aber vielecht wäre es besser mit den Lügen schluss zu machen befor es soweit kommt.
Schluss machen mit den Lügen über und den Subvensionen, das währe ein guter

Account gelöscht!

23.08.2012, 23:45 Uhr

@Emobil
Kein Zweifel am Autofahren wird die Regierung immer verdienen. Aber die aktuelle Form des Fahrens hat keine Überlebenschance. Im Lastwechsel haben die modernsten Verbrennungsmotorenb einen Wirkungsgrad - so schlecht - wie eine Dampfmaschine! Klar Tempo 120 auf der Autobahn mit einem Diesel ist ebenso gut. Aber irgenwann ist man wieder auf der Landstraße oder in der Stadt - und dann: Dampfmaschine!

Die Frage ist als nicht, ob wir künftig elektrisch fahren, sondern ob wir die Elektrizität an Bord erzeugen oder in einer Batterie mitnehmen. Seit man die Drehzahl von Elektromotoren effizent regeln kann, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr die Motordrehzahl zu ändern, nur um schneller oder langsamer zu fahren - außer, dass es sich so geil anfühlt.

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