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24.04.2014

18:15 Uhr

Pläne der Bundesregierung

Elektroautos sollen auf die Busspur

ExklusivDie Politik will Elektroautos fördern: Fahrzeuge mit Stromantrieb sollen künftig auf der Busspur fahren dürfen, zudem sind besondere Parkplätze geplant. Auch einige Hybridautos profitieren.

Strom tanken an der Ladesäule: Neben reinen Elektrofahrzeugen will die Bundesregierung auch alltagstaugliche Plug-In-Hybride fördern. dpa

Strom tanken an der Ladesäule: Neben reinen Elektrofahrzeugen will die Bundesregierung auch alltagstaugliche Plug-In-Hybride fördern.

BerlinBundesverkehrs- und Bundesumweltministerium haben sich auf Eckpunkte für ein Elektromobilitätsgesetz verständigt. Darin wird erstmals festgelegt, welche Art von Fahrzeugen künftig als Elektroautos gelten und deshalb Vorteile erhalten.

„Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-In-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, bestätigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen.“ Eine Plakette sollen Modelle erhalten, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. Den Entwurf des Elektromobilitätsgesetzes müssen die Minister noch abzeichnen.

Die deutschen Hersteller wollen in diesem Jahr 16 Modelle auf den Markt bringen. „Bis zum Jahr 2017 werden fast alle Plug-In-Hybride umfasst sein“, sagte Hendricks. Ab 2018 sollen dann verschärfte Anforderungen gelten. Dann muss ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer elektrisch fahren können. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Halter von Elektrofahrzeugen mit Plakette sollen im Straßenverkehr profitieren. In einer ersten Stufe sollen die Fahrer Busspuren mitbenutzen dürfen und Sonderparkplätze nutzen können. In einem zweiten Schritt will der Bund Details wie Haftungsfragen oder Regeln zum Aufbau von Ladesäulen festlegen.

Von

dhs

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

24.04.2014, 18:44 Uhr

Dürfen Plug-In-Hybride die Busspur auch dann benutzen, wenn sie den konventionellen Verbrennungsmotor als Antrieb auf der Busspur benutzen?

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24.04.2014, 19:22 Uhr

Was für ein Blödsinn!

Die Busspur ist für Busse da. Sollen Busse jetzt auch noch durch Elektroautos (so es denn solche sind) länger vor Ampeln stehen?

Busse sind umweltfreundlicher als Elektroautos. Elektroautos sind nur so umweltfreundlich wie die Kraftwerke, von denen sie ihren Strom beziehen.

Busspuren werden auch für Noteinsätze von Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen dringend gebraucht.

30 Sekunden bei einem Schlaganfall können sehr viel bedeuten.

Umweltschutz ist elementar wichtig. Aber Elektroautos auf Busspuren, das ist Schwachsinn. Weltfremd.

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24.04.2014, 19:23 Uhr

Der Staat schwimmt derzeit im Geld, wenn die GROKO wirklich die Welt retten und das Abschmelzen der Polkappen verhindern will, sollte Merkel sofort über den eigenen Schatten springen und die E-Autos massiv mit einmaligen € 10.000,-- fördern.

Der Impuls für die Wirtschaft (neue sichere Arbeitsplätze für lange Zeit bei Produzenten und Zulieferern) wird gigantisch sein.

Steuerfreiheit, die Nutzung von Busspuren, freies Parken in den Innenstädten usw. werden ein Übriges bewirken; man muss es nur wollen.

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