Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.04.2011

18:04 Uhr

Planspiele

Solarworld-Chef hält Ausstieg vor 2020 für möglich

VonFrank Wiebe

ExklusivSolarworld-Chef Frank Asbeck hält eine schnelle Energiewende für möglich, und weiß auch wie. Den großen Stromkonzernen wirft er vor, den Wandel zu blockieren.

Photovoltaikanlage in Berlin. Quelle: dpa

Photovoltaikanlage in Berlin.

Frank Asbeck, der Vorstandsvorsitzende der Solarworld AG, hält eine rasche Energiewende für möglich. „Es ist keine Frage mehr, ob der Atomausstieg bis 2020 zu schaffen ist. Es ist nur noch die Frage, wie viel früher er erreicht wird“, schreibt er in einem Gastkommentar für das Handelsblatt.

Das Stromnetz müsse bis 2015 nur um 250 Kilometer mehr ausgebaut werden, als ohnehin schon geplant sei. Außerdem sollten Bayern, Baden-Württemberg und Hessen die Windkraftnutzung „politisch zulassen“.

Asbeck weist darauf hin, dass heute schon 17 Prozent des Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Bioenergie erzeugt würde. Dieser Anteile könne bis 2020 auf „deutlich mehr als 40 Prozent“ steigen. Nach seiner Einschätzung können Schwankungen im Stromangebot durch Biogas- und Erdgasanlagen abgefedert werden, der zusätzliche Erdgas-Verbrauch könne im Heizungsbereich eingespart werden.

Außerdem seien die Lithium-Ionen-Batterien, die ohnehin für Elektroautos entwickelt werden, geeignet, überschüssigen Solastrom zu speichern. Asbeck weist auch darauf hin, dass die Förderung des Solarstroms bereits deutlich gesenkt worden sei. Den großen Stromkonzernen wirft er vor, mit einer Haltung des „No we can't“ den Wandel zu blockieren.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

kurzda

17.04.2011, 19:06 Uhr

Ohne die Subventionen für die Solarindustrie wäre Herr Asbeck schon pleite. Deswegen ist in den anderen "Sonnen" Ländern von seinen Panels nichts zu sehen. Da gibts nämlich keine Subventionenen dafür

revolution

17.04.2011, 21:31 Uhr

Herr Asbeck hat recht. Theoretisch ist der umstieg viel schneller machbar als vor 2020. Das Problem sind die vier großen Stromkonzerne, die die Entwicklung immer wieder blockieren. Es geht schließlich um ihre Existenz. Allerdings ist der Siegeszug der Erneuerbaren nicht mehr aufzuhalten. Vor allem die Sonne bietet ein gewaltiges Potenzial ist super planbar, sie geht jeden morgen auf und sendet uns kostenlos ihre Strahlen. Es müssen nur genügend Module aufgestellt werden, um darauf Strom zu machen. So einfach ist das!

Unternehmensberater

17.04.2011, 22:46 Uhr

stimmt genau. und leider gibt er ziemlichen Käse von sich

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×