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01.12.2014

13:56 Uhr

Plug-In-Offensive

BMW wird halbelektrisch

VonLukas Bay

Mit Millioneninvestitionen will BMW die gesamte Modellpalette auf den Plug-In-Hybrid umrüsten. Die Welle der halbelektrischen Fahrzeuge ist für die Münchener aber eigentlich nur Plan B.

Das neue Tanken an der Elektro-Zapfsäule. dpa

Das neue Tanken an der Elektro-Zapfsäule.

DüsseldorfDie Deutschen mögen keine Elektroautos. Gerade einmal 6000 Autos mit Elektroantrieb wurden 2013 verkauft, damit beträgt der Marktanteil mickrige 0,2 Prozent. Das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2021 scheint wenig realistisch.

Für die Hersteller wird die Elektroflaute im wichtigsten europäischen Markt zum Problem. BMW-Chef Norbert Reithofer wird nicht müde zu betonen, dass die ambitionierten Klimaziele im Jahr 2020 mit konventionellen Fahrzeugen kaum zu erreichen sein werden.

Darum wollen die Münchener nun für ihre gesamte Flotte auch einen halbelektrischen Antrieb anbieten. So genannte Plug-In-Hybride können rein elektrisch fahren und an der Steckdose geladen werden, bei Bedarf aber auch auf einen Benzinmotor umstellen. Als Prototypen zeigen die Münchener ihren 3er mit dem doppelten Antrieb.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

Dass nach Volkswagen und Daimler nun auch BMW eine Plugin-Offensive startet, ist ein deutliches Signal. Immerhin hatten die Münchener sich bisher als Vorreiter für den reinen Elektroantrieb positioniert – und mit „BMW i“ dafür extra eine eigene Tochter gegründet.

Die soll nun auch die Batterie und Antrieb für die Plug-In-Modelle liefern. Im BMW-Werk in Dingolfing sollen dafür in den nächsten Jahren 200 neue Arbeitsplätze entstehen, in den kommenden fünf Jahren will der Konzern einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

01.12.2014, 15:57 Uhr

BMW begeht mit diesen Erneuerbaren Energie Subventionsabzockerspiel den gleich Selbstmord, wie es E.ON, RWE und ENBW schon vorgemacht haben. Kein Mensch wird in Zukunft auf EE-Baterietechnik setzen. Nur staatliche asoziale und marktfeindlich EEG-Subventionen machen dies möglich!
Die Einzige Speicherbatterie, die wirklich den Namen Brennstoff/Energieträger verdient, ist eine Radionuklidbatterie. Punkt!

Herr Eugen Schmidt

01.12.2014, 16:19 Uhr

Wenn man ein Auto mit 10.000,00 € bezuschussen muss, damit es überhaupt jemand kauft, dann ist das doch sicher das Eingeständnis oder sogar der Beweis dass das Produkt nichts wert ist. Ich freue mich schon drauf wenn die Autos alle mit der Zeit in die Jahre kommen und die Elektronik altert, Kontakte, Sensoren. Zwei unterschiedliche Antriebsysteme. Ein guter Benziner oder Diesel hält doch 15 Jahre, oder?! Wann werden diese Hybride den auf dem Schrottplatz landen? Ist wir bei den Energielampen. Erst 1 Euro sparen und dann 10 Euro ausgeben um den Abfall zu beseitigen. Politiker lassen sich aber auch alles aufschwatzen. Ist ja nicht ihr eigenes Geld.

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