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26.08.2015

19:44 Uhr

Polo, Tiguan, Skoda Rapid

Volkswagen liebäugelt mit Export aus Russland

Die Ukraine-Krise wirkt sich auch auf den Automarkt aus, die Hersteller verkaufen immer weniger Autos in Russland. Deshalb überlegt Volkswagen, einige seiner Modelle von Kaluga aus zu exportieren.

VW hatte vor Kurzem die Produktion in Kaluga zurückgefahren und Stellen abgebaut, weil die Nachfrage schrumpft. dpa

VW Polo

VW hatte vor Kurzem die Produktion in Kaluga zurückgefahren und Stellen abgebaut, weil die Nachfrage schrumpft.

HamburgVolkswagen erwägt angesichts des massiven Absatzrückgangs in Russland den Export von dort produzierten Fahrzeugen in andere Länder. „Es gibt Untersuchungen innerhalb der Volkswagen Group RUS, Fahrzeuge von Kaluga aus zu exportieren“, sagte ein Sprecher des Wolfsburger Autobauers am Mittwoch auf Anfrage. Es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden.

Wohin die Autos geliefert werden könnten, ist damit noch offen. VW hatte vor Kurzem die Produktion in Kaluga zurückgefahren und Stellen abgebaut, weil die Nachfrage schrumpft. In den ersten sieben Monaten brachen die Auslieferungen der Marke VW in Russland um 44 Prozent ein.

In dem Werk rund 200 km südwestlich von Moskau werden die Modelle Polo, Tiguan und Skoda Rapid gebaut. Wegen der Einführung des neuen Polo produzieren die Beschäftigten dort derzeit wieder im Zweischichtbetrieb an fünf Tagen in der Woche.

Volkswagen in Zahlen

Umsatz

108,8 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2015 (+10,1 Prozent)

Auslieferungen an Kunden

5,039 Millionen Fahrzeuge (-0,5 Prozent)

Gewinn nach Steuern

5,663 Milliarden Euro (-0,9 Prozent)

Mitarbeiter

597.800 am 30. Juni 2015 (+0,9 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2014)

Mitarbeiter im Inland

273.900 (+1,0 Prozent)

Werke

118 (Vorjahr: 106)

Alle Autobauer leiden darunter, dass wegen der Auswirkungen der Ukraine-Krise und des Rubelverfalls kaum Autos in Russland verkauft werden. Die GM -Tochter Opel hat deswegen den Rückzug aus dem Land angetreten und sein Werk mit rund 2000 Beschäftigten in Sankt Peterburg dicht gemacht. Hersteller wie Toyota und VW gehen nicht so drastisch vor, sondern reduzieren die Produktion.

Auch in China erwägen Autobauer, dort produzierte Fahrzeuge nach Nordamerika zu verschiffen, wo die Nachfrage höher ist. Im Juli wurden wegen der Konjunkturschwäche zum wiederholten Mal weniger Autos in der Volksrepublik verkauft, während der Pkw-Absatz in den USA brummt

Von

rtr

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