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15.01.2013

10:30 Uhr

Porsche-Chef Matthias Müller

„Ich kann ruhig schlafen“

Die Autokrise in Europa besorgt den Porsche-Chef Matthias Müller. Im Interview fordert er ein kompaktes Europa und erklärt warum er sich um sein Unternehmen keine Sorgen machen muss.

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender von Porsche. Im Interview zeigt sich für sein Unternehmen „gedämpft optimistisch.“ Reuters

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender von Porsche. Im Interview zeigt sich für sein Unternehmen „gedämpft optimistisch.“

DetroitFür Porsche-Chef Matthias Müller droht Europa ohne einen nachhaltigen Kraftakt gegen die schwelende Schuldenkrise global den Anschluss zu verlieren. Wolle die Staatenunion ihren gewohnten Wohlstand wahren, brauche es rasch grundlegende politische Reformen. „Wenn Europa nicht irgendwann mal zu sich findet und ein kompaktes Gebilde wird, das auch entsprechend kompakt gesteuert wird, dann werden wir mittel- und langfristig gegen China und Amerika wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten“, sagte Müller auf der US-Automesse in Detroit im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Mit Blick auf Europas gesamten Automarkt sagte der Manager: „Ob wir jemals wieder die Zahlen von 2007 erreichen - ich glaube da muss man in absehbarer Zeit skeptisch sein. Also in den nächsten ein, zwei, drei Jahren kommen wir in die Regionen glaube ich nicht mehr.“

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Für Porsches Luxuswagengeschäft, dessen Absatz 2012 in allen zentralen Verkaufsregionen zweistellig gestiegen war, sei eine Prognose schwierig. „Wir müssen jetzt einfach auf Sicht fahren und schauen, wie sich die Dinge entwickeln. Rein aus Porsche-Sicht bin ich gedämpft optimistisch und kann auch ruhig schlafen.“ Dennoch habe die Krise auf Porsches Heimatkontinent fraglos erheblichen Einfluss auf den Gewinn: „Die Ergebnisbeiträge in Europa sind die höchsten. Deswegen reicht es nicht aus, das volumenseitig zu kompensieren.“

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Im Umkehrschluss seien aber stagnierende oder gar sinkende Erträge noch nicht programmiert. „Der richtige Zeitpunkt, erstmalig über eine Prognose für 2013 zu sprechen, das wird im März sein, wenn wir den Jahresabschluss von 2012 vorliegen haben und das erste Quartal hinter uns.“ Dennoch sei neben dem Druck in Europa auch noch ein weiterer Geldfresser absehbar, da 2013 der kleine Bruder der Geländelimousine Cayenne anlaufe. „Wir haben bei dem Macan erhebliche Investitionen zu tätigen. Sowohl für das Produkt als auch für die Infrastruktur. Und der Ertrag wird sich dann erst ab 2014 einstellen.“

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