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08.10.2012

15:09 Uhr

Porsche

Zeuge stützt Anklage im Betrugsprozess nicht

Ein Kronzeuge ist der Anklage im Porsche-Prozess in die Parade gefahren. Der Bank-Manager stützte den Vorwurf der Staatsanwälte nicht. Ihm zufolge habe die Bank über wichtige Fakten für die Risiko-Abschätzung verfügt.

Ex-Finanzvorstand Härter wird des Kreditbetrugs verdächtigt. dpa

Ex-Finanzvorstand Härter wird des Kreditbetrugs verdächtigt.

StuttgartIm Kreditbetrug-Prozess gegen drei Manager der Porsche Holding hat ein Kronzeuge der Anklage den Vorwurf der Staatsanwaltschaft nicht gestützt. Der Bank-Manager Jürgen Schlangenotto vom französischen Kreditinstitut BNP Paribas sagte am Montag vor dem Landgericht Stuttgart, die Bank habe über „die wesentlichen Fakten für die Risiko-Abschätzung“ verfügt. Dies gelte auch, obwohl die Bank nicht bis ins letzte Detail über die von Porsche gehaltenen Derivate-Positionen auf Volkswagen-Stammaktien informiert gewesen sei. „Wir wussten, was wir wussten, und das war ok“, sagte der Manager.

Die Staatsanwaltschaft wirft den angeklagten Porsche-Managern um den Mitte 2009 geschassten Finanzchef Holger Härter vor, dem Kreditinstitut BNP Paribas in den Verhandlungen über eine Verlängerung einer Kreditlinie im Frühjahr 2009 über rund zehn Milliarden Euro falsche und unvollständige Angaben gemacht zu haben. Dies betrifft der Anklage zufolge vor allem den Liquiditätsbedarf und das Risiko von milliardenschweren Aktienoptionsgeschäften, mit den Porsche sich günstige Kaufkurse für VW-Stammaktien sicherte, um den Mehrheitsanteil an den VW-Stämmen auf eine Beherrschungsmehrheit aufzustocken.

Letztlich scheiterte dieser Plan an den finanziellen Mitteln, die Porsche Holding und VW einigten sich im Sommer 2009 auf ein Zusammengehen. Mittlerweile gehört das Porsche-Fahrzeuggeschäft zu VW, die Porsche Holding hält weiterhin eine Mehrheit an den VW-Stammaktien mit knapp 50,8 Prozent.

Kommentare (1)

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truglug

08.10.2012, 16:42 Uhr

die können in deutschland schließen wenn der statthaltende zeuge was anderes erzählt

die dankeschönkondiditionen sprechen in zukunft dafür

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