Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2006

08:57 Uhr

Portfoliobereinigung

IWKA plant wieder Gewinne

VonW. Gillmann

Der Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer IWKA plant für das Jahr 2006 wieder mit operativ schwarzen Zahlen.

DÜSSELDORF. Dies will der seit vergangenen Herbst amtierende neue Vorstandsvorsitzende Wolfgang-Dietrich Hein durch den raschen Verkauf von defizitären Tochtergesellschaften und durch die Umsetzung von Sparmaßnahmen erreichen, die noch in den Abschluss für das Jahr 2005 fallen.

Der Konzern steht seit dem Einstieg des US-Investors Guy Wyser-Pratte im Herbst 2003 unter starkem Druck, die Rentabilität zu verbessern. Wyser-Pratte, mit rund sieben Prozent größter Aktionär von IWKA, hat im Verbund mit anderen Fonds aus den USA und Großbritannien einen Wechsel im Vorstand erreicht und unterstützt den Spar- und Umbaukurs des neuen Vorstandsvorsitzenden Hein.

Mit Wirkung zum Jahreswechsel hat IWKA den defizitären Werkzeugmaschinen-Hersteller Ex-Cell-O an den US-Investor Maxcor verkauft. „Wir sehen keine Chance, das Unternehmen zu sanieren“, hatte Hein bereits auf der außerordentlichen Hauptversammlung im November gesagt. Der 1996 erworbene Spezialist für Zerspanungstechnik für die Autoindustrie hatte bei Großaufträgen rote Zahlen produziert und allein für das dritte Quartal 2005 einen operativen Verlust von 20,5 Mill. Euro ausgewiesen. Ex-Cell-O beschäftigt rund 650 Personen und erzielt einen Umsatz von 160 Mill. Euro.

Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Nach früheren Aussagen beträgt er 25 Mill. Euro. Allerdings ergibt sich ein Buchverlust von 55 Mill. Euro und im Konzern ein operativer Verlust von 40 Mill. Euro, der im Wesentlichen auf Ex-Cell-O entfallen dürfte. Die New Yorker Maxcor hatte bereits im Oktober die Werkzeugmaschinensparte von Thyssen-Krupp übernommen und in seine Industrial Automation System Gruppe eingegliedert.

„Es ist beabsichtigt, die Portfoliobereinigung des IWKA-Konzerns im Laufe des Jahres 2006 abzuschließen“, teilte der Vorstand anlässlich des Verkaufs von Ex-Cell-O mit. Auf der Verkaufsliste steht vor allem noch die ebenfalls defizitäre Boehringer Werkzeugmaschinen Gruppe sowie kleinere Gesellschaften aus dem Bereich Prozesstechnik um die Gesellschaft Bopp & Reuther, mit deren Verkauf bereits der frühere Vorstandschef Hans Fahr begonnen hatte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×