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08.01.2004

21:20 Uhr

Positive Erwartungen für 2003/2004

Kässbohrer-Vormarsch mit neuen Pisten-Bullys

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG blickt mit positiven Erwartungen in das Geschäftsjahr 2003/2004. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge Weltmarktführer bei Pisten-Bullys zur Präparierung von Skipisten. Das Unternehmen setzt jetzt auf Produktneuentwicklungen.

HB STUTTGART. Kässbohrer will seine Fahrzeugflotte bis 2006 überarbeiten und damit seine weltweit führende Position in der Marktnische verteidigen. Die bisherigen Skipistenräum- und Strandreinigungsfahrzeuge seien in die Jahre gekommen, sagte der neue Vorstandschef Gebhard Schwarz am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. „Es zeigt sich, dass wir Handlungsbedarf haben, die Produktpalette zu überarbeiten.“ Sowohl die Herstellkosten als auch die Betriebskosten der Kunden müssten dabei gesenkt werden. Gewinn und Umsatz sollen im laufenden Geschäftsjahr 2003/04 (30. September) wieder steigen. Wie stark, hänge aber vom Dollarkurs ab, schränkte Finanzvorstand Rolf Glessing ein. „Die Vorzeichen sind nicht schlecht“, fügte er mit Blick auf wachsende Aufträge für den „Pistenbully“ hinzu.

Aufsichtsrat Adolf Merckle lobte das Sparprogramm des neuen Vorstandes, das die bröckelnden Gewinne wieder steigern soll, und rechtfertigte die Trennung von Vorstandschef Hendrik Grobler im Frühjahr 2003. Er habe sich nicht um den Vertrieb gekümmert. Kässbohrer habe von dem Rückzug des ehemals größten Konkurrenten Bombardier aus Europa nicht profitiert. Stattdessen habe der Südtiroler Hersteller Prinoth Leitner den Marktanteil in Europa auf 32 von 20 % ausgebaut. Kässbohrer kommt nach eigenen Angaben dort auf 65 % und weltweit auf 53 %. Schwarz will nun den Vertrieb in aufstrebenden Skiregionen wie Osteuropa, China und Russland forcieren und das Geschäft mit Gebrauchtfahrzeugen rentabler machen.

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