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20.07.2017

14:27 Uhr

Power Machines

Chef des russischen Siemens-Partners tritt ab

Der Chef des russischen Siemens-Partners Power Machines hat seinen Posten aufgegeben. Erst vor Kurzem wurde er von russischen Behörden festgenommen. Unklar ist, ob der Vorfall mit der Krim-Krise in Zusammenhang steht.

Trotz der Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Krim-Annexion wurden auf der Halbinsel zwei Siemens-Gasturbinen entdeckt. dpa

Krim

Trotz der Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Krim-Annexion wurden auf der Halbinsel zwei Siemens-Gasturbinen entdeckt.

MoskauDer Chef des russischen Siemens-Partners Power Machines hat seinen Posten aufgegeben. Roman Filippow trete im Rahmen eines „einvernehmlichen Abkommens“ von seinem Amt zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Erst vor einer Woche hatten die russischen Behörden Filippow im Zusammenhang mit Ermittlungen zum Verrat von Staatsgeheimnissen kurzzeitig festgenommen und verhört. Es war unklar, ob dieser Vorfall in Zusammenhang mit der Krim-Krise steht. Siemens lehnte einen Kommentar ab.

Mindestens zwei Siemens-Gasturbinen, die eigentlich für ein Projekt auf der südrussischen Halbinsel Taman bestimmt waren, sind auf der Halbinsel Krim aufgetaucht, die 2014 von Russland annektiert worden war. Siemens denkt einem Insider zufolge deswegen über Konsequenzen für sein Russland-Geschäft nach und reichte Klage gegen einen russischen Kunden ein.

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Zwei Siemens-Gasturbinen, die für ein Kraftwerk in Russland bestimmt waren, sind auf der Krim aufgetaucht. Die Münchener fühlen sich von Geschäftspartnern hintergangen – und wollen jetzt Strafanzeige erstatten.

Russland unterliegt wegen der Annexion der Krim Wirtschaftssanktionen. Siemens hält die Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen mit Power Machines, das 2015 ein Werk bei Sankt Petersburg eröffnet hat.

Bereits vor einem Jahr hatten Insider Reuters gesagt, dass dieses Unternehmen trotz der EU-Sanktionen gegen Russland Kraftwerks-Turbinen auf die Krim liefern wolle. Ein Siemens-Sprecher hatte seinerseits erklärt, weder der Mutterkonzern noch einer seiner Töchter würden Kraftwerksturbinen auf die Krim liefern.

Von

rtr

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