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08.11.2013

07:10 Uhr

Powertrain

Continental bringt Problemsparte auf Kurs

ExklusivDie Motoren- und Getriebesparte Powertrain war das Sorgenkind von Continental. Doch der Umbau greift so langsam, die Division wächst deutlich schneller als die Branche – auch dank der Globalisierung.

Firmenzentrale von Continental: Die Powertrain-Sparte hat sich erholt. dpa

Firmenzentrale von Continental: Die Powertrain-Sparte hat sich erholt.

RegensburgDer Umbau von Continentals einstiger Problemsparte Powertrain greift. „Das Blatt hat sich nach der Restrukturierung gewandelt“, sagte der zuständige Conti-Vorstand José Avila im Gespräch mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe). In den vergangenen drei Jahren ist der Auftragseingang bei der Division für Motoren und Getriebe stark gestiegen. „Selbst in bislang für uns schwachen Regionen wie Japan gewinnen wir Marktanteile“, so Avila. „Zudem profitieren wir von der weiteren Globalisierung des Autogeschäfts.“

Der Auftragseingang liegt 30 bis 40 Prozent über dem Umsatz. Powertrain wächst deutlich schneller als die Industrie. „Gegenüber 2010 werden wir den Umsatz in den nächsten Jahren verdoppeln“, kündigte Avila an. 2010 lag der Umsatz bei 4,7 Milliarden Euro, 2013 dürften es gut sechs Milliarden Euro werden.

„Bei meinem Amtsantritt 2010 war ich nicht sicher, ob Powertrain den Wandel rechtzeitig meistern würde“, räumte Avila ein. Neben hausgemachten Problemen, die aus zu schnellem Wachstum in der Ära des Vorbesitzers Siemens resultierten, hatte die Sparte den Markteinbruch in Europa zu verarbeiten. Allein 2008 und 2009 häufte sich bei Powertrain ein Minus von zwei Milliarden Euro an.

Die einstige Problemsparte bleibt zwar noch hinter dem Durchschnittswert in Contis Autogeschäft zurück – aber das soll sich bald ändern, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer dem Handelsblatt: „Im Lauf des Jahres 2015 wollen wir auch bei Powertrain eine bereinigte Ebit-Marge von acht Prozent erzielen.“

Von

mcs

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