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29.07.2013

15:38 Uhr

Premiere des Elektro-BMW i3

Die permanente Revolution

VonLukas Bay

Kein BMW-Modell ist so aufwändig entwickelt und beworben worden wie der neue i3. Nun feiert das Serienmodell des Elektroflitzers seine Premiere. Es muss beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen gelohnt haben.

BMW-Chef Reithofer enthüllt den i3 in New York um 8.40 Uhr Ortszeit.

BMW-Chef Reithofer enthüllt den i3 in New York um 8.40 Uhr Ortszeit.

DüsseldorfHeute beginnt die Revolution – wieder einmal. Nach 130 Jahren Automobilgeschichte enthüllt BMW-Chef Norbert Reithofer ein Auto, das „eine neue Ära der Mobilität“ einläuten soll. Das Serienmodell des Elektroflitzers i3. „Heute ist ein Tag, an den sich zukünftige Generationen erinnern werden“, ist sich Reithofer sicher. Dafür reicht eine Präsentation am Heimatstandort München natürlich nicht, der neue Elektroflitzer wird gleich in drei Weltstädten gleichzeitig enthüllt: London, New York und Peking.

Es ist das Ende eines anderthalbjährigen Premierenmarathons. Seit das Konzept des „Megacity Vehicles“ auf der IAA vorgestellt wurde, feierte der i3 alle paar Monate eine neue Premiere. Nach der ersten Welttournee, der ersten Coupé-Studie, dem Produktionsstart in Leipzig, der ersten Testfahrt und unzählige Automessen später steht nun also fest, wie das erste Serienmodell aussehen wird.

Kein Fahrzeug in der Geschichte von BMW ist jemals so umfangreich beworben worden wie der i3, keines wurde so aufwändig entwickelt. Der Kompaktwagen mit Elektroantrieb soll der Vorbote eines Umbruchs bei Deutschlands erfolgreichstem Premiumautobauer sein. Ein Umbruch, der im Jahr 2007 begann. Damals startete Norbert Reithofer das „Project i“. Mit einem Milliardenetat und bis zu 200 Mitarbeitern entwickelten die Münchener die Grundlage für die Submarke „BMW i“. Man habe sich die Rechte an den Bezeichnungen von i0 bis i9 gesichert, verriet Vertriebschef Ian Robertson in London.

Doch es geht um mehr als neue Modelle, glaubt man BMW soll nicht weniger als eine neue Welt der Mobilität entwickelt werden. Mit intelligenter Vernetzung, individueller Kundenansprache und effizienter Fahrzeugproduktion.

Die größten Hersteller von Elektroautos in Deutschland

Platz 10

Volkswagen - 61 zugelassene Elektroautos (Stand: 2012)

Beim größten deutschen Autohersteller wurde die Elektromobilität lange stiefmütterlich behandelt. Nun sollen eine Plug-In-Hybrid-Offensive und neue Elektromodelle die Aufholjagd einläuten.

Platz 9

Tesla - 67 zugelassene Elektroautos

Die Elektropioniere haben gerade das Modell S an den Start gerollt und einen millionenschweren Kredit getilgt. Nun soll eine Kapitalerhöhung dem Wachstum neuen Schwung geben.

Platz 8

Mercedes - 91 zugelassene Elektroautos

Im vergangenen Jahr feierte die B-Klasse electric drive ihre Premiere in Paris. Nun soll das Modell auch in Serie gehen und die Zulassungszahlen wieder steigen lassen.

Platz 7

Mitsubishi - 96 zugelassene Elektroautos

Zugegeben: Der Name iMiev ist für den deutschen Markt wirklich unglücklich für ein Elektroauto. Durch die Herstellerzulassungen gehören die Japaner mit dem Kleinwagen trotzdem zu den größten im deutschen Markt.

Platz 6

Renault - 213 zugelassene Elektroautos

Mit ihrer Submarke Renault Z.E. gelten die Franzosen als Vorreiter im Elektromarkt. In der Zulassungsstatiski schlägt sich das noch nicht nieder. Das liegt aber auch daran, dass eines der außergewöhnlichsten Elektromodelle, der Twizy, dort nicht auftaucht.

Platz 5

Peugeot - 263 zugelassene Elektroautos

Mit dem iOn wollten die Franzosen die Elektrozukunft einläuft. 2012 wurden die Bänder gestoppt, weil die Verkaufszahlen zu gering waren. In ganz Europa wurde 2012 weniger als 1.000 Fahrzeuge verkauft.

Platz 4

Citroën - 454 zugelassene Elektroautos

Konzernschwester Citroën steht etwas besser da. Das liegt aber vor allem daran, dass das Carsharing Multicity der Franzosen in Berlin mit einer reinen Elektroflotte betrieben wird. Hier wird der Großteil der zugelassenen C-Zero-Modelle eingesetzt.

Platz 3

Nissan - 454 zugelassene Elektroautos

Mit dem Nissan Leaf preschten die Japaner früh nach vorne, dieses Jahr soll das erfolgreichste Elektrofahrzeug des Konzern ein Update bekommen.

Platz 2

Smart - 734 zugelassene Elektroautos

Die Kleinwagenmarke von Daimler dürfte steuert die Krone der Elektroautohersteller an. Daran ist das hauseigene Carsharing Car2go nicht unschuldig.

Platz 1

Opel - 828 zugelassene Elektroautos

Der krisengeschüttelte deutsche Autobauer verkauft in Deutschland mehr Elektrofahrzeuge als die gesamte Konkurrenz. Verantwortlich ist vor allem der Ampera. Eine Wiederholung des Erfolgs ist allerdings unwahrscheinlich - im ersten Halbjahr 2013 sind die Zulassungen wieder massiv gesunken.

„BMW i“ ist eine Milliardenwette des größten deutschen Premiumherstellers – eine Wette auf die Zukunft. Mit dem i3 hat BMW als erster Hersteller ein Auto entworfen, das rein auf einen Elektroantrieb ausgelegt ist. Für BMW-Chef Norbert Reithofer ist der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum neuen i3 sogar ein größer Schritt als der Umstieg von der Kutsche aufs Auto. Neben dem i3 soll 2014 der Plug-In-Sportwagen i8 auf den Markt gebracht werden, weitere i-Modelle sollen folgen.

Der i3 ist ein Gradmesser für die ganze Branche. Er soll beweisen, dass sich mutige Investitionen in den Elektroantrieb auszahlen. Bis 2020 muss die Autoindustrie der CO2-Ausstoß ihrer Flotten unter 95 Gramm senken. „Dieses Ziel ist ohne alternative Antriebe nicht erreichbar“, sagt BMW-Chef Norbert Reithofer.

Doch sechs Hindernisse muss der Elektroflitzer umfahren, um ein Erfolg zu werden.

Kommentare (12)

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exbmwfan

29.07.2013, 16:03 Uhr

Entsprechend der derzeitige Verarbeitungsqualität von BMW, kann dies Produkt nur ein Misserfolg werden.

Augenauaa

29.07.2013, 16:16 Uhr

Was für ein ätzendes Design, wenn man hier von Design, Ästhetik überhaupt reden kann!

Das wird ein Flopp!

Account gelöscht!

29.07.2013, 16:26 Uhr

Mich würde interessieren, ob Solarzellen im Dach verbaut sind.

Damit könnten elektrische Verbraucher entlastet und die Batterien bei Nichtbenutzung des Autos immer etwas geladen werden.

Sowas sollte man auch generell in Glasschiebedächer bei Autos mit Verbrennungsmotor einbauen. Auf die Masse hochgerechnet, würde damit sicher einiges an Energie gespart.

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