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10.12.2013

12:40 Uhr

Premiummarken

Mercedes überholt Audi

Die drei deutschen Auto-Premiummarken peilen Absatzrekorde an. Grund dafür sind boomende Märkte in China und den USA. Während Daimler und Audi um den zweiten Platz kämpfen, ist der Branchenführer souverän vorne.

Ganz weit vorne: Die drei Autobauer BMW, Mercedes und Audi. dpa

Ganz weit vorne: Die drei Autobauer BMW, Mercedes und Audi.

MünchenDie Daimler-Marke Mercedes hat im November dank einer ganzen Reihe neuer Modelle den Konkurrenten Audi beim Absatz geschlagen und sich als zweitstärkste Marke hinter BMW etabliert. BMW kam auf 149.660 Fahrzeuge. Mercedes lieferte 133.440 Autos und SUV aus – und damit etwas mehr als die 132.050 Fahrzeuge der Volkswagen-Tochter Audi im November.

Der November war damit der fünfte Monat in Folge, in der Mercedes beim Absatz schneller wuchs als BMW und Audi. Dabei waren insbesondere die neuen kompakten Mercedes-Modelle entscheidend, deren Absatz um 54 Prozent wuchs. Dazu zählen unter anderem das im April vorgestellte viertürige Coupe CLA und die neue Version der A-Klasse. Auch die größere E-Klasse und die Luxuslimousine S-Klasse waren erst 2013 neu auf den Markt gekommen.

„Der aktuelle Modellzyklus nützt Mercedes derzeit sehr stark”, stellte Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank in Frankfurt fest, und weiter: „Audi und BMW müssen derzeit in neue Fertigungskapazitäten investieren und neue Modelle entwickeln. Der Investmentzyklus bei Mercedes hat den Höhepunkt hingegen überschritten und es beginnt eine Phase der überdurchschnittlichen Entwicklung.“

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Die drei deutschen Premiummarken peilen dank einer unverändert hohen Nachfrage aus den USA und aus China im Gesamtjahr jeweils Absatzrekorde an. „Ungeachtet einer schwierigen Lage in einer ganzen Reihe europäischer Märkte werden sich die Absätze in den bevorstehenden Monaten weiterhin positiv entwickeln”, sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson. Das Ziel einer neuen Rekordauslieferung 2013 sei nahe. BMW setzte bis November etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge ab und damit etwa acht Prozent mehr als im Vorjahr. Hier stützte die neue GT-Version der 3er-Reihe ebenso wie das Coupe der 4er- Reihe.

Sowohl Audi wie auch Mercedes wollen zum Ende des Jahrzehnts den Marktführer BMW von der Spitze beim Premiumabsatz ablösen.

Kommentare (15)

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Audi

10.12.2013, 13:16 Uhr

Stadler als. Chef der sonst so folgsamen Tochter von Volkswagen ist als BWLer ungeeignet Audi korrekt zu leiten. Volkswagen steckt Unsummen in den Erhalt und den Ausbau von Audi und der Stadler verbrennt alles davon.

Wann endlich schickt man den Stadler ins Archiv, damit er dort Akten sortieren kann. Heutige Unternehmen kann eben nur ein Ingenieur leiten, wie man ja an Volkswagen erkennen kann.

Es waren böse und schlimmer Zeiten für Volkswagen, als diese ganzen Dummschwätzer und Theoretiker an der Führungsspitze tätig waren. Erst ab dem Moment, wo wieder Fachleute, wie Piëch und Winterkohl das Ruder übernahmen, ging es aufwärts.

Gast

10.12.2013, 14:42 Uhr

Wie schön, dass die ganzen Chinesen und Amerikaner die tollen Audis, Bmw´s und Mercedes fahren und Ottonormalverbraucher aus Deutschland kann sich kaum einen Golf leisen

boludo2011

10.12.2013, 14:44 Uhr

Da sprechen aber einige Fakten dagegen. Weder VW noch Toyota haben z.B. in der Vergangenheit durch Ingenieurs-Leistungen geglänzt, wobei erstere schon seit Jahrzehnten
knapp 10% Rendite erwirtschafteten und VW um die 0%. Die größte Pfeife war wohl ein Ingenieur (Piech), der VW ständig an der Pleite herum manövrierte. Der jetzige Ingenieur Winterkorn ist wohl der beste VW Chef aller Zeiten, da er die VW-Rendite auf über 3% hievte, aber das ist doch wohl absolut gesehen eher mager, oder? Da ist mir der Audi Chef Stadler schon lieber, der die Audi Rendite dauerhaft auf über 10% erwirtschaftet, noch vor dem Ingenieur getriebenen BMW Konzern, Hut ab! Wenn man die Leistung des Herrn Wiedeking betrachtet, der Porsche seit 1992 von der Pleite zu 18% getrieben hat, verblassen alle.

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