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29.02.2012

09:44 Uhr

Pressenhersteller

Schuler lockt Aktionäre mit Dividendenzahlung

Der schwäbische Anlagenbauer Schuler ist mit einem kräftigen Wachstum ins neue Jahr gestartet. Erstmals seit sechs Jahren will das Unternehmen auch wieder Dividenden an die Aktionäre ausschütten.

Ein Mitarbeiter von Schuler überprüft eine Produktionsanlage. dpa

Ein Mitarbeiter von Schuler überprüft eine Produktionsanlage.

StuttgartDer Pressenhersteller Schuler will seine Aktionäre mit der Aussicht auf weitere Dividendenzahlungen bei Laune halten. Das Unternehmen strebe an, auch für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende vorzuschlagen, teilte Schuler am Mittwoch bei der Vorlage seines Geschäftsberichts für das Auftaktquartal in Göppingen mit. Schuler hat sechs Jahre lang keine Dividende an seine Anteilseigner ausgeschüttet und nach der Rückkehr in die Gewinnzone im zurückliegenden Jahr erstmals wieder eine Ergebnisbeteiligung der Aktionäre angekündigt.

Ins neue Geschäftsjahr startete der schwäbische Anlagenbauer mit einem kräftigen Zuwachs beim Umsatz um 55 Prozent auf 276 Millionen Euro. Der Überschuss vor Anteilen Dritter schnellte auf rund zehn Millionen Euro hoch, nachdem im Vorjahreszeitraum mit rund 0,8 Millionen nur knapp schwarze Zahlen geschrieben worden waren. Vor allem die besseren Kreditkonditionen schlugen positiv Buche, zudem konnte Schuler seine Kapazitäten im Zuge der verbesserten Auftragslage gut auslasten.

In nahezu allen Märkten sei die Nachfrage weiterhin lebhaft, teilte der vor allem für die Automobilindustrie tätige Anlagenbauer mit. Der Auftragseingang habe in den Monaten Oktober bis Dezember mit 391 Millionen Euro höher als in den vorhergehenden Quartalen gelegen. Erwartungsgemäß hätten die Neubestellungen aber nicht das Volumen des Vorjahresquartals (505 Millionen Euro) erreicht, in dem Schuler mit neuen Aufträgen überrannt worden war.

„Wir bleiben zuversichtlich, dass unser geschäftlicher Aufwärtstrend anhält“, zog Vorstandschef Stefan Klebert Bilanz unter das erste Geschäftsquartal. Das Potenzial in China sei noch enorm, da die Autoindustrie als wichtigste Kundengruppe dort investiere. Daher werde auch Schuler seine Produktionskapazitäten im Reich der Mitte verstärken, im Geschäftsjahr 2011/12 seien insgesamt Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro geplant. Auch außerhalb des Automobil-Geschäfts könne Schuler wachsen, beispielsweise mit Pressen für die Verpackungsindustrie oder zur Herstellung von Großrohren.

Mit dem zum Jahresende 2011 um knapp 15 Prozent höheren Auftragsbestand von 1,15 Milliarden Euro im Rücken bekräftigte der Vorstand seine Prognose für die kommenden Quartale. Der Umsatz werde auf mindestens 1,1 Milliarden Euro von 959 Millionen Euro steigen. Bei der operativen Marge (Ebitda) solle die Marke von 9,0 Prozent erreicht werden, im vergangenen Geschäftsjahr waren 8,8 Prozent erreicht worden.

Von

rtr

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