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25.05.2012

13:09 Uhr

Pressenhersteller

Schuler verdreifacht seinen Gewinn

Nach der jahrelangen Durststrecke geht es für Schuler mit Rückenwind durch die Automobilindustrie steil aufwärts. Der weltgrößte Pressenhersteller hat im ersten Geschäftshalbjahr kräftig bei Gewinn und Umsatz zugelegt.

Mitarbeiter der Schuler AG an einem Montageplatz im Werk Göppingen. dpa

Mitarbeiter der Schuler AG an einem Montageplatz im Werk Göppingen.

Göppingen
Im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12 (30.9.) konnte Schuler sein Konzernergebnis mit 21,7 Millionen Euro zum 31. März mehr als verdreifachen (Vorjahreszeitraum: 6,6 Millionen Euro), wie das 170 Jahre alte Unternehmen am Freitag mitteilte. Grund dafür sei die unverändert hohe Auftragslage.

Das Orderbuch des Unternehmens ist wieder gut gefüllt. Der Auftragsbestand erreichte mit 1,22 Milliarden Euro einen Rekordwert, doch die Zahl der neuen Aufträge ging zurück. Sie beliefen sich auf 768,7 Millionen Euro nach 817,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Neben guten Geschäften in China zogen die Neuaufträge aus Deutschland um drei Prozent an - sie machten 40 Prozent aller Bestellungen aus. Mittelfristig will der Konzern weiter in den asiatischen Märkten wachsen. In China baut Schuler derzeit sein Werk aus. Im ersten Halbjahr schuf Schuler weltweit 155 neue Stellen - insgesamt arbeiteten zum Stichtag 5323 Mitarbeiter im Unternehmen.

"Wir haben viele aussichtsreiche Projekte", schrieb Vorstandschef Stefan Klebert an die Aktionäre im Halbjahresbericht und bekräftigte die jüngst angehobene Geschäftsprognose. Bis Ende September rechne das Management mit einem Umsatzanstieg auf rund 1,2 Milliarden Euro und einer Verbesserung der operativen Marge (Ebitda) auf rund 9,5 Prozent. Nach sechs Monaten verbuchte Schuler ein Umsatzplus von rund 44 Prozent auf 580,9 Millionen Euro, die operative Rendite kletterte binnen Jahresfrist auf 9,5 von zuvor 8,9 Prozent.

Der vor allem für die Automobilbranche tätige Anlagenbauer hatte nach zwei verlustreichen Jahren im Geschäftsjahr 2010/11 erstmals wieder Gewinne geschrieben. Nach sechs dividendenlosen Jahren hatten die Aktionäre wieder eine Dividende als Gewinnbeteiligung erhalten.

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