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13.06.2011

17:25 Uhr

Privatflugzeuge

Hawker Beechcraft setzt auf neuen Service

VonKatharina Slodczyk

Hawker Beechcraft will raus aus der Krise und setzt auf besonderen Service - wie etwa stressfreien Flugzeugkauf im exklusiven Ladenlokal. Oder kleine Geschenke für den Kunden, zum Beispiel einen neuen Lotus.

Das Modell Hawker Beechcraft King Air. Quelle: ap

Das Modell Hawker Beechcraft King Air.

LondonWer Geld ausgeben will, hat es im Londoner Stadtteil Mayfair ganz leicht. Hier ist alles exquisiter und teurer als anderswo in der britischen Hauptstadt. Der Edel-Schuster LK Bennett, dessen Pumps die Frau von Prinz William am liebsten trägt, hat hier eine Filiale, ebenso wie die Luxusmodemarken Louis Vuitton und Burberry, Chopard und Prada.

Neuerdings ist auch in Mayfair richtig, wer mal eben einen Privatjet kaufen will. Der US-Flugzeughersteller Hawker Beechcraft hat hier sein weltweit erstes Ladenlokal eröffnet. Es ist eher überschaubar – mit viel Glas und weißem Leder. Direkt am Eingang steht eine Vitrine mit allen Jets in Miniaturformat.

Aussuchen, bestellen, bezahlen – das lässt sich hier regeln. „Nur mitnehmen geht nicht“, sagt Konzernchef Bill Boisture. „Wer eine Maschine probefliegen will oder in echt begutachten will, der muss auch aus der Stadt rausfahren.“ Der Listenpreis beim Einstiegsmodell von Hawker Beechcraft liegt bei knapp einer Million Dollar. Der teuerste Privatjet kostet in der Standardversion 22 Millionen Dollar.

Der Laden in der Londoner Innenstadt ist Teil einer neuen Strategie des Unternehmens, das die Krise hinter sich lassen will. „Wir wollen näher an die Kunden – die existierenden und die potenziellen“, sagt Boisture im Gespräch mit dem Handelsblatt. Daher baut das Unternehmen auch sein Servicegeschäft aus und eröffnet neue Standorte, die Ersatzteile liefern und austauschen können – vor allem in Schwellenländern wie Indien und Russland. In China will Boisture noch weitergehen und erwägt die Gründung einer Gemeinschaftsfirma mit einem örtlichen Flugzeugbauer, um vor Ort Hawker-Beechcraft-Jets zu produzieren.

Das US-Unternehmen, das die Finanzinvestoren Onex und Goldman Sachs vor vier Jahren übernommen haben, gehört zu den führenden Herstellern von kleineren und mittleren Jets für Geschäftsleute. Zudem hat sich Hawker Beechcraft auf Trainingsflugzeuge für Militärpiloten spezialisiert. Diese Sparte hat dem Konzern geholfen, durch die Wirtschaftskrise zu kommen.

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