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02.11.2015

15:14 Uhr

Probleme in China

Audi erreicht bei Rendite nur Minimalziel

Wegen schlechterer Geschäfte in China und hoher Ausgaben ist die Rendite von Audi auf das Minimalziel gesunken. Im dritten Quartal sackte die operative Marge ab und liegt deutlich unter dem Vorjahreswert.

Audi bekräftigt die Prognose für das Gesamtjahr 2015, wonach die operative Marge zwischen acht und zehn Prozent betragen soll. Reuters

Audi

Audi bekräftigt die Prognose für das Gesamtjahr 2015, wonach die operative Marge zwischen acht und zehn Prozent betragen soll.

MünchenWegen schlechterer Geschäfte in China und hoher Ausgaben für neue Modelle und Fabriken ist die Rendite von Audi auf das Minimalziel gesunken. Im dritten Quartal sackte die operative Marge auf 8,0 Prozent ab, wie die Ingolstädter VW-Tochter am Montag mitteilte. Damit fiel der erfolgsverwöhnte Oberklasse-Autobauer deutlich hinter den Vorjahreswert von 9,2 Prozent zurück - und auch hinter den Rivalen Daimler, der zuletzt in seiner Pkw-Sparte mit einer Rendite von 10,4 Prozent glänzte. BMW legt am Dienstag Zahlen für das dritte Quartal vor. Analysten rechnen mit einem Rückgang der Rendite im Autogeschäft auf acht Prozent.

Audi bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr 2015, wonach die operative Marge zwischen acht und zehn Prozent betragen soll. Von Januar bis Ende September waren es 9,2 (Vorjahr: 9,7) Prozent. Der Hersteller verkaufte zwar mehr Autos, teuer kamen ihn aber der Werksneubau in Mexiko, der Produktionsstart in Brasilien oder der Modellwechsel beim Verkaufsschlager A4 zu stehen. In China, Audis größtem Einzelmarkt, sank die Nachfrage nach Oberklasse-Autos, weshalb die Ingolstädter die Produktion vor Ort drosselten.

Wegen gesunkener Verkaufszahlen in China hatte Audi im Sommer die Absatzziele für das Gesamtjahr zurückgeschraubt und ein Absatzplus von drei bis vier Prozent in Aussicht gestellt. 2015 sollen mehr Autos mit den vier Ringen verkauft werden als die 1,74 Millionen aus dem Vorjahr, bekräftigte Audi nun.

„Wir sind weiter auf Wachstumskurs“, sagte Vorstandschef Rupert Stadler. Der Manager hatte kürzlich der Belegschaft von normalem Bestelleingang berichtet - trotz Diesel-Skandal bei der Konzernmutter Volkswagen, von dem auch 2,1 Millionen Audi-Wagen betroffen sind. Laut Quartalsbericht gab es „keine ergebniswirksamen Belastungen“. Allerdings kam erst im September ans Licht, dass in mehreren Millionen Fahrzeugen manipulierte Software enthalten ist.

Im Zuge des Skandals könnten sich für Audi „Änderungen im organisatorischen und wirtschaftlichen Geschäftsablauf ergeben“, hieß es im Quartalsbericht weiter. Welche Auswirkungen dies sein könnten, bleibe abzuwarten, sagte ein Sprecher.

Von

rtr

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