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03.01.2015

07:40 Uhr

Probleme mit der Zündung

GM ruft zehntausende Autos zurück

Der US-Autobauer General Motors ruft mehr als 80.000 Autos zurück. Betroffen sind Geländelimousinen und Kleinlaster, die Zündungsprobleme aufweisen. Der Rückruf-Trend aus 2014 geht damit weiter.

Das GM-Logo in Detroit. Der Auobauer ruft zahlreiche Autos zurück – Unfälle im Zusammenhang mit den Defekten gab es nicht. AFP

Das GM-Logo in Detroit. Der Auobauer ruft zahlreiche Autos zurück – Unfälle im Zusammenhang mit den Defekten gab es nicht.

New YorkGeneral Motors ruft weitere Zehntausende Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Grund seien mögliche Probleme mit den Zündungssystemen, teilte der US-Autobauer am Donnerstag mit. Betroffen seien etwa 83.500 Geländelimousinen und Kleinlaster. Allerdings dürften weniger als 500 Fahrzeuge tatsächlich Reparaturen benötigen. Unfälle oder Verletzungen seien im Zusammenhang mit den Defekten nicht bekannt.

Das Rückruf-Debakel von General Motors

13. Februar 2014

GM ruft in Nordamerika die ersten 778.000 Wagen wegen Problemen mit den Zündschlössern zurück. Der Schlüssel kann bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen. GM berichtet von sechs Toten bei Unfällen.

25. Februar 2014

GM weitet den Rückruf auf weltweit 1,6 Millionen ältere Wagen aus. In Europa sind einige Tausend Roadster Opel GT betroffen. Das Unternehmen räumt erste Versäumnisse ein. Nun ist die Rede von 13 Unfalltoten. Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

12. März 2014

Aus internen Vermerken geht hervor, dass GM-Ingenieure schon 2001 während der Fahrzeugentwicklung über Probleme mit den Zündschlössern berichteten.

6. März 2014

Barra leitet eine interne Untersuchung ein. Zuvor war bekanntgeworden, dass die US-Sicherheitsbehörde NHTSA überprüft, ob GM den Rückruf verschleppt hat. In US-Medien häufen sich Geschichten von Unfallopfern.

17. März 2014

GM ruft weitere Autos wegen anderer Defekte zurück, etwa wegen Airbag-Ausfällen. Auch aktuelle Modelle sind nun betroffen. Wegen der Zündschlösser gehen die ersten Klagen von Unfallopfern und Autobesitzern ein, die den Wert ihrer Wagen geschmälert sehen.

19. März 2014

Die US-Regierung bestraft Toyota wegen der Pannenserie 2009/2010. Die Japaner müssen 1,2 Milliarden Dollar zahlen. Auch hier lautet der Vorwurf, der Konzern habe die Probleme zunächst vertuscht.

29. März 2014

GM ruft nun auch 1 Million Fahrzeuge neuerer Baujahre wegen der defekten Zündschlösser zurück. Damit steigt die Gesamtzahl für diesen Defekt auf 2,6 Millionen.

31. März 2014

Der nächste Ruf startet wegen ausfallender Servolenkungen. GM beordert nun wegen diverser Mängel insgesamt 6,3 Millionen Wagen in die Werkstätten. Die Kosten schnellen auf 750 Millionen Dollar hoch, später veranschlagt das Unternehmen 1,3 Milliarden Dollar.

2. April 2014

Bei zwei Anhörungen im US-Kongress wird Barra scharf angegangen. Antworten auf die Kernfrage, warum GM so lange mit dem Rückruf der Zündschlösser zögerte, hat sie jedoch nicht.

10. April 2014

GM beurlaubt zwei Ingenieure wegen der Zündschlösser. Zwei Wochen später wird die Entwicklungsabteilung umgebaut und deren Chef scheidet aus. Zwischenzeitlich gehen auch die Personalchefin und der Kommunikationschef.

23. April 2014

GM erklärt, die ersten Ersatzteilpakete mit Zündschlössern versandt zu haben. Nun starten die Reparaturen.

30. Juni 2014

Ein weiterer Rückruf betrifft 8,4 Millionen Wagen weltweit, die meisten davon in den USA. GM zufolge hätten diverse Wagen Defekte. „Unsere Kunden verdienen mehr als das, was wir ihnen mit diesen Wagen geboten haben“, erklärte Firmenchefin Mary Barra in Detroit.

Von dem neuen Rückruf hatten zuerst das „Wall Street Journal“ und die „Detroit News“ berichtet. Die Opel-Mutter hat wegen Zündungsproblemen 2014 Dutzende Rückrufe gestartet, von denen mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge betroffen waren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

05.01.2015, 19:16 Uhr

Warum weigern sich die Manager, Ingenieure und Verantwortliche zu lernen? Wollen Sie unbedingt Tote sehen, weil Sie wissen, Ihnen geschieht nichts, sondern Sie erhalten dafür Boni???

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