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08.06.2011

15:21 Uhr

Produktion

Bei Saab stehen wieder die Bänder still

Da viele Bauteile fehlen, kann der schwedische Automobilhersteller Saab nicht produzieren. Ob die Bänder diese Woche wieder anlaufen, ist noch offen. Saabs Leidenszeit kennt kein Ende.

Das Logo von Saab. Quelle: Reuters

Das Logo von Saab.

StockholmBei dem schwedischen Automobilhersteller Saab stehen erneut die Bänder still. Wichtige Bauteile würden derzeit für die weitere Produktion fehlen, erklärte eine Unternehmenssprecherin. „Es reicht, wenn eine Gummileiste fehlt und das Band steht still“, erklärte sie am Firmensitz in Trollhättan. Ob die Produktion in dieser Woche wieder aufgenommen werden kann, wollte sie noch nicht sagen. Man verhandele derzeit mit den rund 800 Zulieferern. Die Aktie des Saab-Mutterkonzerns Spyker Cars aus den Niederlanden gab an der Börse in Amsterdam zwischenzeitlich um etwa zehn Prozent nach.

Der angeschlagene schwedische Auto-Hersteller hatte im April und Mai seine Produktion für rund sieben Wochen stoppen müssen, weil Zulieferer wichtige Bauteile als Pfand für unbezahlte Rechnungen zurückhielten. Die 2010 vom US-Konzern General Motors an den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte schwedische Kultmarke litt von Anfang an unter großen Liquiditätsproblemen. Mehrere Versuche in diesem Frühjahr, einen chinesischen Partner zu finden, scheiterten. Erst im vergangenen Monat fand Saab in dem chinesischen Auto-Händler Pang Da einen Partner, der in das schwedische Unternehmen investieren will.

Pang Da gab bekannt, dass man einen 24prozentigen Anteil an dem niederländischen Saab-Mutterkonzern Spyker Cars für 65 Millionen Euro erwerben wolle. Außerdem will das chinesische Unternehmen für 30 Millionen Euro Saab-Wagen kaufen. Eine Option auf den Erwerb weiterer Wagen im Wert von 15 Millionen Euro wurde ebenfalls unterzeichnet. Zudem wollen Spyker und Pang Da ein Gemeinschaftsunternehmen für den Vertrieb von Saab in China bilden.

Von

hst

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