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06.03.2012

14:17 Uhr

Produktion

Daimler will Kapazitäten aufstocken

Daimler braucht mehr Platz zum Autobauen. In den nächsten Jahren will Chef Zetsche die Kapazitäten im Ausland erweitern. Auf dem kriselnden Automarkt in Europa rechnet der Manager schon bald mit einer leichten Erholung.

Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler montieren im Werk Sindelfingen am Band Fahrzeuge. dpa

Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler montieren im Werk Sindelfingen am Band Fahrzeuge.

GenfDaimler will im Rennen um den Spitzenplatz im Premiumsegment in den nächsten Jahren seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Während derzeit Massenhersteller mit deutlichen Überkapazitäten kämpften, hätten Daimler und seine Konkurrenten BMW und Audi das gegenteilige Problem, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag am Rande des Genfer Autosalons. „Das Premium-Geschäft ist ein ganz anderes. Wir sind dabei, Kapazität aufzubauen, weil wir sie brauchen.“

Daimler und Co. können die derzeitige Schwäche auf dem europäischen Markt mit guten Geschäften vor allem in China und den USA ausgleichen. Autobauer wie Opel und PSA Peugeot Citroën, die sich stark auf Europa konzentrieren, haben diese Möglichkeit dagegen nicht.

Zetsche sieht allerdings einen Silberstreif am Horizont: Die Gefahr eines Konjunktureinbruchs wegen der Eurokrise sei in den vergangenen Wochen gesunken, sagte der Manager. In der zweiten Jahreshälfte 2012 und im nächsten Jahr werde sich die Lage auf den Automärkten in Europa voraussichtlich bessern. Auswirkungen der hohen Ölpreise seien bisher nicht spürbar.

Die Euro-Krise könne nicht allein durch Sparen gelöst werden, sagte Zetsche. Es müssten auch Wachstumsimpulse gegeben werden. „Es muss noch jede Menge Arbeit getan werden, um Europa wieder auf einen Wachstumspfad zurück zu bringen.“ Daimler will bis 2020 den Absatz deutlich steigern und an den bayerischen Konkurrenten Audi und BMW vorbeiziehen. Noch im März wird das neue Daimler-Werk in Ungarn eröffnet, außerdem bauen die Stuttgarter ihre Aktivitäten in den USA und China aus. „Aber das wird natürlich längst nicht reichen“, sagte Zetsche. Eine Möglichkeit für einen weiteren Kapazitätsausbau sei Nordamerika. Beschlossen sei dies aber noch nicht, betonte Zetsche. In Deutschland werde es aber keinen Ausbau der Kapazitäten mehr geben.

Daimler sei durch eine längere Phase gegangen, in der die Wettbewerbsfähigkeit gesunken sei, sagte Zetsche. In den vergangenen Jahren sei aber hart gearbeitet worden, um dies zu ändern. Ein Beispiel dafür sei die neue A-Klasse, die Daimler in Genf zeigt. Damit will Zetsche der Konkurrenz vor allem junge Kunden abjagen, jeder zweite Käufer soll ein Mercedes-Neukunde sein. Das Fahrzeug ist Teil der neuen Kompaktwagenfamilie, die insgesamt fünf Mitglieder bekommen soll. Absatzziele nannte Zetsche aber nicht. Mit seinem Partner Renault-Nissan sieht sich Daimler gut aufgestellt. Es gebe keinen Zugzwang, nach weiteren Allianzen zu suchen. „Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, zu viele solcher Kooperationen einzugehen.

 

Von

dpa

Kommentare (1)

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universmaster

06.03.2012, 15:07 Uhr

bullshit city,wie jürgen schrempp

unsre premium auto hersteller fahr ein hohes risiko,wenn sie von einer plumpen skalierbarkeit des erreichten ausgehen und spielen einen hohen einsatz.

die sollten das abschreckende beispiel toyota vor augen haben,denen ein unverantwortetes ereignis-fukushima-fast das genick bricht,nach all den technischen pannen zuvor.

preispolitik wäre eine alternative und nicht realsozialistische tonnagepolitik,zumal man sich auf abnehmer in politisch instabilen ländern verläßt.

aber mach das mal einem fortschrittsgläubigen selbstdarsteller ZETZSCHE klar

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