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12.01.2005

16:28 Uhr

Produktion in den USA soll ausgebaut werden

Mercedes-Chef Cordes zeigt wenig Gewinnoptimismus

Die Kosten für die Behebung von Qualitätsmängeln bei Mercedes-Benz und der schwache Dollar werden den Gewinn der Nobelmarke von Daimler-Chrysler nach Angaben von Mercedes-Chef Eckhard Cordes auch im laufenden Jahr belasten. Neue Währungssicherungsgeschäfte hätten keinen Sinn mehr.

HB FRANKFURT. „Um das Qualitätsproblem zu beheben, werden wir tun, was notwendig ist. Und das wird auch Einfluss auf das Ergebnis 2005 haben“, sagte Cordes der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe). Dagegen würden Einsparungen, etwa aus dem im Sommer mit dem Betriebsrat ausgehandelten 500-Millionen-Euro- Programm, noch nicht voll wirksam. Die Verbesserung der Qualität habe oberste Priorität, „und zwar um jeden Preis“, sagte Cordes. Kunden mit Problemen werde großzügig geholfen.

Kurz nach seinem Amtsantritt im Oktober hatte Cordes hohe Rückstellungen für die Lösung der Qualitätsprobleme gebildet, wodurch das Ergebnis der Sparte im dritten Quartal überraschend stark einbrach. Auch im Gesamtjahr rechnet der zuverlässigste und größte Ertragsbringer von Daimler-Chrysler, die Pkw-Sparte von Mercedes, mit einem deutlich geringeren operativen Gewinn als ein Jahr zuvor.

Die bisherige Strategie einer teilweisen Kursabsicherung zum US-Dollar will Cordes offenbar aufgeben, aber die Produktion in den USA ausbauen. Zum gegenwärtigen Kurs der US-Währung hätten weitere Währungssicherungsgeschäfte keinen Sinn mehr, zitierte die Zeitung den Mercedes-Chef. „Der Dollar ist ein Problem für uns“, sagte Cordes. Mercedes verkaufe ein Fünftel seiner Autos in den USA. Im einzigen US-Werk von Mercedes-Benz in Tuscaloosa werden künftig neben der M-Klasse auch die neue Großraumlimousine R-Klasse und der Nachfolger des Geländewagens G-Klasse gebaut.

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