Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2005

08:18 Uhr

Produktion westlicher Modelle in Russland soll weiter steigen

Russen fahren immer mehr Importautos

VonMathias Brüggmann

Der russische Markt wird für die internationalen Autokonzerne immer wichtiger: Im vergangenen Jahr konnten ausländische Hersteller ihren Absatz in Russland nahezu verdoppeln. Aber selbst die heimische Industrie wuchs trotz der wachsenden Konkurrenz moderat.

MOSKAU. Nach Angaben der größten russischen Vertriebsgesellschaft von ausländischen Autos, der Moskauer Rolf-Gruppe, wurden 2004 rund 350 000 westliche Kraftfahrzeuge in Russland verkauft – 80 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei sind in den Zahlen die Chevrolet-Niva-Modelle, die General Motors in einem Joint Venture mit dem größten russischen Autoproduzenten Avtovaz verkauft, nicht mit einberechnet. „Vor einem Jahr wären diese Zahlen noch als Phantasterei abgetan worden“, kommentierte das russische Wirtschaftsblatt „Wedomosti“ den rasanten Anstieg der Verkaufszahlen.

Hintergrund sind die steigenden Reallöhne der russischen Käufer. So bezahlen vor allem Konzerne, die vom hohen Ölpreis profitieren, ihren Mitarbeitern höhere Gehälter. Aber auch die Einkommen der Staatsbediensteten profitierten von anhaltenden Haushaltsüberschüssen.

Größter Gewinner des abgelaufenen Jahres war der südkoreanische Hyundai-Konzern, der seine Verkäufe zwischen Petersburg und Pazifik von 14 561 auf 50 686 Fahrzeuge mehr als verdreifachen konnte und damit der größte ausländische Anbieter in Russland war. Hyundai verfügt bereits über eine eigene Montagefabrik in Russland, Toyota, mit 44 000 abgesetzten Autos die Nummer zwei, will in Kürze ebenfalls in Russland fertigen. Auf Rang drei konnte Ford seine Absätze auf rund 40 000 Stück fast verdoppeln.

Erstmals überstieg im vergangenen Jahr auch der Wert der importierten PKW den der russischen Fabrikate: Während ausländische Unternehmen für 4,8 Mrd. Dollar Neuwagen verkauften, kamen Lada & Co nur auf einen Absatz von 4,3 Mrd. Dollar. Hinzu kommen importierte Gebrauchtwagen im Wert von 1,2 Mrd. Dollar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×