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11.01.2005

18:25 Uhr

Produktion zusammen mit Hyundai und Mitsubishi

Daimler will schon ab September "Welt-Motor" bauen

Der japanische Toyota-Konzern könnte nach Ansicht von General-Motors-Manager Bob Lutz der weltgrößte Autobauer werden.

HB DETROIT. GM wolle aber seine Position als Nummer eins der Branche verteidigen, sagte der Vizechef des Autokonzerns auf der Autoshow in Detroit dem Fachblatt „Automotive News“ (Dienstagausgabe). „Wir haben die richtige Strategie, um die Nummer eins zu bleiben“, betonte Lutz. Allerdings sei Toyota vor allem auf den wachsenden asiatischen Märkten so stark, dass möglicherweise alle Anstrengungen von GM nicht reichen würden, einen Wechsel an der Spitze der Rangliste zu vermeiden.

Der amerikanische Autokonzern Ford ist mit der Sanierung seines Europa-Geschäfts zufrieden. „Wir haben 2003 einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar in Europa gemacht. Im vergangenen Jahr haben wir besser abgeschnitten als der erwartete Verlust von 100 bis 200 Millionen Dollar“, sagte Ford Europe-Chef Louis Booth am Dienstag in Detroit. Damit sei die Wende erreicht. Es sei ein Einsparvolumen von fast einer Milliarde Dollar umgesetzt worden. Dies bedeutet, dass Ford 2004 in Europa nahe an ein ausgeglichenes Ergebnis herangekommen sein dürfte. Für 2005 gab Booth keine Prognose ab und wollte nicht ausschließen, dass es wieder rote Zahlen geben könnte.

Daimler-Chrysler kündigte in Detroit an, dass die Produktion des „Welt-Motors“ von Daimler-Chrysler, Mitsubishi und Hyundai einige Monate früher als geplant beginnt. Schon im September werde die Produktion im Werk Dundee (Michigan) starten. Vorstandsmitglied Rüdiger Grube sagte, allein Daimler-Chrysler werde durch Kostenvorteile jährlich rund 100 Millionen Dollar einsparen.

Für das „World Engine“-Projekt haben Daimler-Chrysler, der japanische Autokonzern Mitsubishi und Koreas Autokonzern Hyundai die Global Engine Manufacturing Alliance (GEMA) gegründet. Bei voller Produktion sollen jährlich 1,8 Millionen Vier-Zylinder-Motoren in den Werken in den USA, Japan und Korea gebaut werden. Allein in Dundee, wo 550 neue Arbeitsplätze entstehen, investiert die Allianz rund 700 Millionen Dollar. Die Kostenvorteile für die beteiligten Autokonzerne ergeben sich vor allem aus dem hohen Fertigungsvolumen mit entsprechend hoher Bündelung des Einkaufs von Teilen, hieß es.

Die BMW-Tochter Rolls-Royce will im laufenden Jahr den Absatz ihrer Luxuslimousine Phantom steigern. Eine konkrete Prognose gab Vertriebschef Howard Mosher in Detroit jedoch nicht ab. Im vergangenen Jahr verkauften die Briten weltweit 792 Phantom (Vorjahr: 300). Der direkte Wettbewerber Maybach von Mercedes-Benz setzte dagegen nur 500 Fahrzeuge ab. Über den Lebenszyklus des Phantoms will Rolls-Royce durchschnittlich 1000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. In Detroit präsentierte das Unternehmen die Studie für das erwartete Cabrio. Es soll 2007 auf den Markt kommen.

Der Automobilzulieferer ZF hat von General Motors (GM) einen Auftrag zur Produktion von Vorder- und Hinterachsen für die GM-Marke Holden in Australien erhalten. ZF-Nordamerika-Chef Julio Caspari sprach am Dienstag auf der Autoshow in Detroit von einem größeren Auftrag, wollte aber keine genaue Stückzahlen nennen. Die ZF Friedrichshafen AG baut dafür im australischen Adelaide eine neue Fabrik. Mitte 2005 werde die Produktion voll anlaufen. In diesem Jahr wird der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer vom Bodensee eine weitere Komponenten-Fabrik in Newton (US-Bundesstaat North Carolina) eröffnen. Dafür würden 150 neue Mitarbeiter eingestellt, sagte Caspari. ZF verfügt dann im NAFTA-Raum über 28 Standorte mit 24 Fabriken. Der Umsatz in der Region, der 2004 knapp 1,5 Milliarden Euro betrug, werde 2005 auf 1,76 Milliarden Euro wachsen.

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