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12.07.2017

11:53 Uhr

Produktionsausfall

Boschs Lieferproblem brockt BMW Absatzminus ein

Der Absatz von BMW ist im Juni um mehr als 15 Prozent eingebrochen. Grund dafür ist Bosch: Der Hersteller hatte Lieferprobleme. Der Produktionsausfall soll einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekostet haben.

Der Autobauer verkaufte in Deutschland im Juni 27.480 Fahrzeuge – 16,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. dpa

BMW

Der Autobauer verkaufte in Deutschland im Juni 27.480 Fahrzeuge – 16,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

FrankfurtDer Absatz von BMW ist durch das Lieferproblem von Bosch im Juni in Deutschland eingebrochen. Der Autobauer verkaufte am Heimatmarkt im vergangenen Monat mit 27.480 Fahrzeugen 16,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das habe vor allem am Produktionsausfall in Folge fehlender Teile von Bosch gelegen, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch. Ein italienischer Subunternehmer von Bosch konnte keine Gussteile für Lenkgetriebe mehr liefern. BMW kostete das nach Worten von Produktionsvorstand Markus Duesmann einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ berichtet, dass der Autobauer Bosch für die Ausfälle zur Kasse bietet.

Besonders zufrieden zeigte sich Vertriebsvorstand Ian Robertson in München dagegen mit der Nachfrage nach Hybrid- und reinen Elektroautos: Der Absatz habe sich im ersten Halbjahr fast verdoppelt auf 43 000 Fahrzeuge. BMW will im laufenden Jahr 100 000 E-Autos verkaufen.

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BMW will den Einkauf um mindestens eine Milliarde Euro drücken. Der Konzern braucht das Geld für Elektroantriebe und die Vorbereitung des autonomen Fahrens. Für Produktionsausfälle im Mai wird Bosch zur Kasse gebeten.

Im Juni lieferte der BMW-Konzern weltweit rund 233 000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus - gut 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Marke BMW setzte mit fast 193 000 Fahrzeugen ebenfalls 2 Prozent mehr ab. Das Wachstum kam dabei aus China, wo BMW um 12 Prozent auf 51 000 verkaufte Autos zulegte, in den USA sank der Absatz um 1 Prozent auf 33 000 Autos.

Konkurrent Daimler hat seinen Absatz im ersten Halbjahr um 13,7 Prozent gesteigert auf 1,1 Millionen Autos der Marke Mercedes – vor allem dank der Nachfrage in China. Audi dagegen hatte auf dem wichtigsten Automarkt der Welt Streit mit seinen Händlern – der Absatz der Ingolstädter VW-Tochter sank deshalb im ersten Halbjahr um fast 5 Prozent auf 0,90 Millionen Autos.

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