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30.04.2015

00:23 Uhr

Prognose angehoben

Fresenius glänzt dank Generika-Gewinn

Dank unerwartet guter Geschäfte hebt der Gesundheits-Konzern seine Prognose an. Ein Grund für die guten Zahlen liegt bei der Konkurrenz.

Zukäufe haben Fresenius zu einem weltweit operierenden Konglomerat in der Gesundheitsbranche gemacht. Nun überrascht das Unternehmen die Analysten mit glänzenden Zahlen. Reuters

Fresenius

Zukäufe haben Fresenius zu einem weltweit operierenden Konglomerat in der Gesundheitsbranche gemacht. Nun überrascht das Unternehmen die Analysten mit glänzenden Zahlen.

FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius ist dank guter Geschäfte mit Nachahmermedikamenten mit deutlich mehr Gewinn ins Jahr gestartet und steckt sich deshalb für 2015 höhere Ziele. Das Unternehmen peilt währungsbereinigt nun einen Gewinnanstieg von 13 bis 16 Prozent an statt von neun bis zwölf Prozent.

"Wir haben das bislang stärkste Auftaktquartal erreicht, auch ohne Berücksichtigung günstiger Wechselkurseffekte", sagte Konzernchef Ulf Schneider am Mittwochabend. Da Fresenius in den kommenden Quartalen ebenfalls mit guten Geschäften rechne, habe er sich entschlossen, seine erst Ende Februar ausgegebenen Ziele anzuheben.

Wegen der Prognoseanhebung veröffentlichte der Konzern auch die Quartalszahlen schon am Mittwochabend - und nicht wie eigentlich vorgesehen am Donnerstag. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn stieg demnach im ersten Quartal um 28 Prozent auf 292 Millionen Euro, der Umsatz um 24 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Mitverantwortlich für die hohen Zuwachsraten ist die Schwäche des Euro. Gewinne in anderen Märkten, allen voran in den USA, schlugen bei Fresenius damit stärker zu Buche.

Bei der zuletzt schwächelnde Dialysetochter FMC, die unter Kürzungen im US-Gesundheitssystem leidet, geht es ebenfalls langsam wieder bergauf. Auch dank eines Sparprogramms baute das Unternehmen seinen Gewinn im ersten Quartal um zwei Prozent auf 210 Millionen Dollar aus. Der Konzern sei auf dem besten Weg, seine Ziele für 2015 und darüber hinaus zu erreichen, sagte FMC-Chef Rice Powell.

Fresenius profitiert von Pannen der Rivalen

Besser als erwartet lief es in den ersten drei Monaten jedoch vor allem bei der auf flüssige Nachahmermedikamente spezialisierten Tochter Kabi. Sie profitiert davon, dass sich die Lieferengpässe von Rivalen in den USA langsamer auflösen als erwartet. Zudem erhielt sie Zulassungen für neue Medikamente schneller als erhofft, was das Ergebnis in den kommenden Quartalen nach oben treiben dürfte. Fresenius hob deshalb auch die Ziele für die Sparte an, deren Entwicklung von Analysten immer besonders genau beobachtet wird.

Rhön-Klinikum : Gewinnsteigerung nach Verkauf an Fresenius

Rhön-Klinikum

Gewinnsteigerung nach Verkauf an Fresenius

Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum hat seinen Gewinn deutlich erhöht. Dies gelang durch den Verkauf eines Großteils seiner Häuser an den Konkurrenten Fresenius. Der Konzern will nun verstärkt auf Spitzenmedizin setzen.

Die Krankenhaus-Sparte Helios baute Umsatz und Gewinn ebenfalls deutlich aus. Sie hatte im vergangene Jahr zahlreiche Häuser des Konkurrenten Rhön-Klinikum übernommen und war damit zum mit Abstand größten Krankenhausbetreiber in Deutschland aufgestiegen. Die Integration der Rhön-Häuser verlaufe planmäßig, erklärte Fresenius. Der Konzern werde die erhofften Synergien erreichen.

Fresenius ist in den vergangen Jahren durch zahlreiche Zukäufe zu einem weltweit operierenden Konglomerat in der Gesundheitsbranche gewachsen. Im laufenden Jahr geht der Konzern, der inzwischen einen Schuldenberg von 16 Milliarden Euro angehäuft hat, weiter von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent aus.

Von

rtr

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