Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.07.2014

12:17 Uhr

Prognose bekräftigt

Anlagenbauer Gea macht deutlich mehr Gewinn

Der Anlagenbauer Gea hat trotz politischer Krisen deutlich mehr Gewinn gemacht als gedacht. Der Konzern profitiert von der steigenden Nachfrage nach Maschinen in der Lebensmittelbranche – und bestätigt seine Jahresziele.

Gea macht durch Maschinen für Lebensmittelverarbeitung deutlich mehr Gewinn und bekräftigt die Prognose für 2014. PR

Gea macht durch Maschinen für Lebensmittelverarbeitung deutlich mehr Gewinn und bekräftigt die Prognose für 2014.

DüsseldorfDie stetig wachsende Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung macht den Anlagenbauer Gea krisenfest. Trotz politischer Unruhen in Osteuropa und Konjunkturflauten in den Schwellenländern steigerte der Konzern im zweiten Quartal Umsatz und operativen Gewinn (Ebitda). Der Auftragseingang schrumpfte zwar leicht, lag aber über den Markterwartungen. „Die GEA hat in 2014 das bisher höchste operative Ebitda für ein erstes Halbjahr erzielt“, betonte Konzernchef Jürg Oleas am Montag. Das stimme ihn zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

Die Anleger teilten den Optimismus und griffen zu. Die Aktie stieg um über zwei Prozent auf 34,94 Euro und führte die Gewinnerliste im MDax an. „Die Quartalzahlen unterstreichen, dass unsere Jahresschätzungen erreichbar sind“, kommentierte Markus Turnwald von der DZ Bank. Vor allem die im Vergleich zum Jahresauftakt um 37 Prozent angeschwollenen Orderbücher im Bereich Process Engineering dürften die Sorge über eine deutliche Auftragsabschwächung sukzessive vertreiben.

Das Segment, das auf die Konstruktion und Entwicklung von Maschinen und Anlagen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie sowie pharmazeutische und chemische Industrie spezialisiert ist, erreichte mit einem Quartalsumsatz von 470 (Vorjahr: 435) Millionen Euro einen neuen Rekordwert.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Konzern-Umsatz legte im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um acht Prozent auf 128 Millionen Euro. Summiert ergab sich damit im ersten Halbjahr ein Ebitda von 213,2 (190,8) Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im Quartal 80,8 (75,4) Millionen und im Halbjahr 128 (116,2) Millionen Euro an Gewinn hängen. Der Auftragseingang erreichte 1,17 Milliarden Euro und lag damit fast auf Rekordniveau, wie Oleas betonte.

Der Anlagenbauer mit seinen 18.000 Beschäftigten peilt 2014 einen moderaten Umsatzanstieg an. Das Ebitda soll bei 550 bis 590 Millionen Euro liegen. 2013 verbuchte der Anlagenbauer einen Betriebsgewinn von 530 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×