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15.02.2012

09:42 Uhr

Prognose bestätigt

Voestalpine-Gewinn bricht ein

Während das Geschäft mit Auto-, Bau- und Eisenbahnindustrie stabil bleib, brachte die Kaufzurückhaltung der Stahlkunden einen Rückgang beim Umsatz. Das schwache Ergebnis war erwartet worden.

Die Bahn setzt auf Voestalpine als Lieferanten. dapd

Die Bahn setzt auf Voestalpine als Lieferanten.

WienDer Stahlhersteller Voestalpine hat im dritten Geschäftsquartal wegen der Wirtschaftsflaute einen Gewinneinbruch verbucht. Das Betriebsergebnis (Ebit) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 145 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz ging um rund ein Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurück, wie Voestalpine am Mittwoch mitteilte.

Dennoch hielt der Konzern an seiner Prognose für das Gesamtjahr (per Ende März) fest und erwartet weiterhin ein „etwas schwächeres operatives Ergebis“ als im vergangenen Geschäftsjahr. Vor allem im Stahlgeschäft habe sich seit Sommer eine Kaufzurückhaltung der Kunden breitgemacht, während das Geschäft mit der Auto-, Bau und Eisenbahnindustrie stabil war. Seit dem Jahreswechsel laufe es aber wieder besser, so dass Voestalpine für das vierte Geschäftsquartal eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem dritten Quartal erwartet.

Stahl- und Metallbetriebe steigerten Produktion

Insgesamt haben die deutschen Stahl- und Metallverarbeiter ihre Produktion im vergangenen Jahr um 12 Prozent gesteigert. Damit habe die Branche im Jahresdurchschnitt ihr bisheriges Rekordergebnis vom Jahr 2008 noch um 1,5 Prozent übertroffen, teilte der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Im Jahresverlauf 2011 seien die Zuwachsraten dem Konjunkturzyklus entsprechend zurückgegangen. Während in den ersten drei Quartalen jeweils ein zweistelliges Plus erzielt worden sei, habe der Zuwachs im letzten Quartal 2011 noch 5,6 Prozent erreicht.

Für 2012 bleiben die Unternehmen der Stahl- und Metallindustrie dem Verband zufolge vorsichtig optimistisch. Erwartet werde ein Wachstum von bis zu vier Prozent. Dass in der Branche im vergangenen Jahr mehr als 20.000 neue Mitarbeiter eingestellt worden seien, deute ebenfalls darauf hin, dass die Unternehmer keinen konjunkturellen Einbruch erwarteten. Allein die Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern hätten zwischen Januar und Dezember 2011 rund 17.800 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Zu den wichtigsten Kunden der stahl- und metallverarbeitenden Betriebe gehören die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektronik- und Elektroindustrie.

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