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23.10.2012

11:22 Uhr

Prognose bestätigt

Zivile Triebwerke steigern Ergebnis von MTU

Für MTU-Chef Egon Behle scheint alles nach Plan zu laufen. Das Geschäft mit Triebwerken für Linienflieger konnte den Gewinn des Turbinenbauers kräftig ankurbeln. Entsprechend optimistisch schaut Behle auf das Gesamtjahr.

Der Vorstandsvorsitzende der MTU Aero Engines AG, Egon Behle, hält auch weiterhin an seinen Gesamtjahreszielen fest. dapd

Der Vorstandsvorsitzende der MTU Aero Engines AG, Egon Behle, hält auch weiterhin an seinen Gesamtjahreszielen fest.

MünchenDas Geschäft mit Triebwerken für Linienflieger beflügelt weiter den Turbinenbauer MTU Aero Engines. Im abgelaufenen Quartal legte der Umsatz nach Angaben vom Dienstag binnen Jahresfrist um gut ein Viertel auf 909 Millionen Euro zu. Der Gewinn kletterte um knapp 17 Prozent auf 46 Millionen zu.

Vor allem die Antriebe für die Airbus-Modelle A320 und A380 sowie die Boeing 757 seien zuletzt gefragt gewesen, hieß es. Zudem habe MTU von der Aufstockung seines Anteils am Herstellerkonsortium für die A320-Turbinen und der Wartung profitiert. An der Börse kam die Entwicklung gut an. Die MTU-Aktie gehörte mit einem Plus von gut einem Prozent zu den wenigen Gewinnern im MDax.

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Für das Gesamtjahr geht MTU-Chef Egon Behle weiterhin davon aus, einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro und einen bereinigten Gewinn von 225 Millionen Euro zu erwirtschaften. Auch langfristig werde es seinem Haus gut gehen: "Wir haben die richtigen Antriebe für weiteres Wachstum im Portfolio", sagte er. Für das kommende Jahr zeigte sich der MTU-Chef für seine Branche zuversichtlich. "Wir gehen weiter von einer positiven Entwicklung aus."

Das Triebwerksgeschäft ist extrem langfristig und erstreckt sich zum Teil über 20 Jahre in die Zukunft. Während dieser Zeit profitiert MTU von der Wartung der Turbinen. Allein im dritten Quartal stieg das Betriebsergebnis in dieser Sparte um fast ein Drittel auf rund 66 Millionen Euro. Die Wartung von Militärmaschinen schwächt sich unterdessen nicht so stark ab wie von MTU zunächst befürchtet. In diesem Segment habe der Umsatz zuletzt um acht Prozent zugelegt.

Vor allem die Inspektion der Turbinen des Eurofighters hätten bei MTU zu Buche geschlagen. "Die militärische Instandsetzung liegt etwas über unseren Erwartungen", sagte Behle. Die deutsche Luftwaffe habe größeren Bedarf als angesichts der Bundeswehrreform zunächst veranschlagt. "Der Effekt ist positiv, was aber keine Trendwende für unsere Umsatzerwartungen im Militärgeschäft bedeutet." MTU rechnet damit, dass sein Geschäft mit Kampf- und Transportfliegern langfristig schrumpfen wird.

Von

rtr

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