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05.09.2011

10:41 Uhr

Prognose

Chemiebranche rechnet mit Abkühlung

Nach kräftigen Produktions- und Umsatzzuwächsen im zweiten Quartal erwartet die Chemiebranche eine merkliche Abkühlung der Geschäfte im weiteren Jahresverlauf.

Evonik-Chef Klaus Engel. dapd

Evonik-Chef Klaus Engel.

FrankfurtGleichwohl bekräftigte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Montag in Frankfurt seine Prognose für das Gesamtjahr. „Die chemische Industrie befindet sich weiter auf Rekordkurs“, erklärte Evonik -Chef und VCI-Präsident Klaus Engel. Die Anlagenkapazitäten seien auch im Sommer gut ausgelastet. Die Unternehmen hätten neues Personal eingestellt, um die weltweite Nachfrage nach deutschen Chemieprodukten bedienen zu können.

„Gleichwohl wird das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte deutlich schwächer ausfallen. Damit rechnen wir schon seit geraumer Zeit“, erklärte Engel. Wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft, die die Chemieindustrie als konjunktursensible Branche früh zu spüren bekommt, senkte am Montag der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant seine Jahresziele. In Deutschland bleibt der Industriezweig aber dank eines starken ersten Halbjahres bei seinen Wachstumszielen.

Für 2011 erwarte der VCI weiter einen Anstieg des Branchenumsatzes von zehn Prozent. Bei der Chemikalienproduktion und den Preisen werde weiter ein Plus von jeweils fünf Prozent erwartet Im zweiten Quartal weitete Deutschlands drittgrößter Industriezweig seine Produktion um 5,7 Prozent aus. Der Branchenumsatz nahm binnen Jahresfrist um 8,1 Prozent auf 45 Milliarden Euro zu. Die Unternehmen hoben ihre Preise zum Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent an.

Von

rtr

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