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14.07.2011

14:50 Uhr

Prognose

Chemiebranche steuert 2011 Rekordjahr an

Die deutsche Chemiebranche steht unter Dampf: Branchenumsatz und Produktion stiegen im ersten Halbjahr. Jetzt erhöht der Verband die Prognose.

Die deutsche Chemiebranche steht unter Dampf. Quelle: dpa

Die deutsche Chemiebranche steht unter Dampf.

FrankfurtFür die Chemiebranche stehen alle Zeichen einen weiteren Aufschwung. Deutschlands drittgrößter Industriezweig steuert nach überraschend kräftigen Zuwächsen in den ersten sechs Monaten für das Gesamtjahr neue Rekordmarken bei Umsatz und Produktion an. „Die deutsche Chemiebranche steht unter Dampf wie schon lange nicht mehr“, sagte der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Evonik-Chef Klaus Engel, am Donnerstag in Frankfurt. Engel schraubte bei Vorlage des Halbjahresberichts nun bereits das zweite Mal binnen weniger Monate die Prognose für Branchenumsatz und Erzeugerpreise nach oben. „Wenn nichts Disruptives passiert, wird dies ein großartiges Chemiejahr werden“, sagte Engel.

Der Chemieverband erwartet nunmehr 2011 einen Anstieg des Branchenumsatzes von zehn Prozent. Bislang waren neun Prozent in Aussicht gestellt worden. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten wird jetzt mit einem Anstieg der Erzeugerpreise von im Schnitt fünf Prozent gerechnet. Bislang lag die Preiserwartung bei vier Prozent. Seine Prognose eines Produktionsplus von fünf Prozent bekräftigte der VCI dagegen. „Die Branche wird 2011 bei Umsatz und Produktion neue historische Höchstmarken setzen“, sagte Engel.

Zwar erwartet der VCI-Chef aufgrund einer bereits hohen Kapazitätsauslastung der Chemieanlagen von im Schnitt 87 Prozent für das zweite Halbjahr eine Verlangsamung des Wachstums. Dennoch ist Engel zuversichtlich: „Die deutsche Chemie darf sich im In- und Ausland berechtigte Hoffnungen auf eine weitere Belebung der Nachfrage nach Chemikalien machen.“ Zuletzt sei bei manchen Chemikalien die Nachfrage so hoch gewesen, dass diese mit den verfügbaren Anlagenkapazitäten nicht gedeckt werden konnte.

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