Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2005

12:00 Uhr

Prognose für 2004 übertroffen

Airbus treibt EADS an

Nur wenige Tage vor der Präsentation des neuen Großraumflugzeugs Airbus A380 hat EADS seine Prognose für 2004 übertroffen. Das florierende Geschäft mit Flugzeugen und die gute Entwicklung des Verteidigungsgeschäfts verleihen dem europäischen Rüstungs- und Flugzeughersteller weiter Auftrieb.

Eine Simulation zeigt den Airbus A380 bereits über den Wolken. Im französischen Airbus-Zentrum Toulouse wird derzeit die große Rollout-Feier des Airbus A380 am 18. Januar vorbereitet. Foto: dpa

Eine Simulation zeigt den Airbus A380 bereits über den Wolken. Im französischen Airbus-Zentrum Toulouse wird derzeit die große Rollout-Feier des Airbus A380 am 18. Januar vorbereitet. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. „Das Ebit (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) für 2004 wird auf über 2,3 Mrd. € geschätzt, gegenüber der bisherigen Prognose von 2,2 Mrd. €“, teilte EADS am Donnerstag mit. Den Unterschied zu der erst Anfang November angehobenen Prognose mache die höhere Zahl an ausgelieferten Airbus-Flugzeugen aus, hieß es zur Begründung. 2004 sind 320 Maschinen der EADS-Tochter ausgeliefert worden, die bisherige Prognose basierte jedoch auf 315 ausgelieferten Flugzeugen. Im laufenden Jahr peilen sowohl Airbus als auch EADS eine weitere Steigerung an. Airbus will 350 bis 360 Maschinen ausliefern, EADS ein Ebit von über 2,4 Mrd. € erreichen.

Der geschätzte Umsatz liege 2004 wie erwartet bei 32 Mrd. €, hieß es. Dazu beigetragen habe das gut laufende Verteidigungsgeschäft mit acht Mrd. €. Damit sei die Sparte auf gutem Weg, das angepeilte Umsatzziel von zehn Mrd. € zu erzielen. Zu der Verteidigungssparte gehören unter anderem die EADS-Produkte wie die Transportmaschine A400M, der Kampfjet Eurofighter oder der Hubschrauber Tiger.

Die endgültigen Zahlen will EADS am 9. März veröffentlichen. Die am Donnerstag veröffentlichten Schätzungen seien noch nicht von den unabhängigen Wirtschaftsprüfern von EADS begutachtet und seien auch noch nicht dem Board of Directors vorgelegt worden, teilte EADS mit.

Die weitere Geschäfts-Entwicklung des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS hängt nach den Worten des Co-Chefs Philippe Camus dabei nicht von einer Fusion mit dem französischen Konzern für Verteidigungselektronik Thales ab.

„Ich empfehle meinem Nachfolger, die Entwicklung der Gruppe nicht auf einer Fusion aufzubauen“, sagte Camus, der im Sommer seinen Co-Vorsitz abgibt, am Donnerstag in Paris. Sein Nachfolger, Airbus-Chef Noel Forgeard, hat einen möglichen Zusammenschluss mit Thales auf seine Agenda gesetzt. Camus bestätigte Gespräche zwischen Thales und EADS in den vergangenen Wochen. Zu einer Entscheidung sei es aber noch nicht gekommen. „Ich habe es mir angeschaut, ich habe ein paar Gespräche geführt, aber diese haben von EADS-Seite zu keinem Ergebnis geführt“, sagte Camus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×