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05.01.2004

17:20 Uhr

Prognose: Weltweite PKW-Nachfrage steigt

Detroiter Messe ist wichtiges Branchenbarometer

Zahlreiche neue Auto-Modelle sollen die Absatzzahlen der Automobilbranche 2004 weltweit auf ein neues Rekordniveau treiben. Dabei ist die Autoschau in Detroit wichtig, denn die Branche will hier ein Zeichen für den US-Markt setzen.

HB DETROIT. Die „North American International Autoshow“ (NAIAS) ist gerade in Jahren, in denen die IAA in Frankfurt nicht stattfindet, eines der wichtigsten Branchenbarometer für die Automobilindustrie. Der US-Automobilmarkt ist mit 16,5 bis 17 Millionen verkauften Fahrzeugen im Jahr der mit Abstand wichtigste der Welt.

Neben den „Großen Drei“ GM, Ford und Chrysler aus den USA belegen vor allem die asiatischen Autobauer und die deutschen Hersteller die rund 64 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in der Cobo Hall von Detroit. 60 Aussteller präsentieren 40 Weltneuheiten und 18 Konzept-Studien. Wer allerdings nicht auf dem US-Markt verkauft wie die italienischen und französischen Großserienhersteller, verkneift sich die Reise. Dafür kommen über 6 000 Journalisten aus aller Welt. Das Publikum kann sich in diesem Jahr vom 10. bis 19. Januar die Träume aus Stahl, Aluminium oder Karbon. Der Andrang der Autofans in der Geburtsstadt der amerikanischen Autoproduktion ist enorm. Im vergangenen Jahr kamen 811 000 Besucher.

Zum Vergleich: Auf der IAA in Frankfurt, die als bedeutendste Personenwagen-Schau gilt, präsentierten sich im vergangenen September über 1 000 Aussteller. Es wurden rund 996 000 Besucher gezählt.

Die USA dürften nach Schätzungen von Marktforschern im US-Wahljahr 2004 an historische Höchstwerte von rund 17 Millionen PKW-Verkäufen anknüpfen. Weltweit werde die PKW-Nachfrage im nächsten Jahr erstmals die 40-Millionen-Grenze überschreiten. Im Jahr 2003 waren es noch 39,7 Millionen. Treiber des Wachstums bleibt voraussichtlich China, wo mit voraussichtlich 2,4 Millionen Pkw aber mehr Fahrzeuge als etwa in Frankreich oder Italien verkauft werden dürften, sagt B&D-Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer.

Der heimische Branchenverband VDA dämpft allerdings die allzu hohen Erwartungen von Marktforschern. Verbandspräsident Bernd Gottschalk prognostizierte für Deutschland ein Wachstum um drei Prozent auf 3,35 Millionen PKW nach unveränderten 3,25 Millionen im vergangenen Jahr.

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