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07.01.2015

01:35 Uhr

Protest gegen Entlassungen

Streik legt VW-Werk in Brasilien lahm

Weil der Fahrzeugmarkt in Brasilien schwächelt und die Produktion zurückgeht, hat Volkswagen in dem Land 800 Mitarbeiter entlassen. Deren Kollegen nehmen das nicht hin: Das Fließband im VW-Werk in Anchieta steht still.

Volkswagen-Mitarbeiter im Werk Anchieta (Archivfoto von 2012): Mit einem Streik reagieren Werksarbeiter auf Entlassungen. dpa

Volkswagen-Mitarbeiter im Werk Anchieta (Archivfoto von 2012): Mit einem Streik reagieren Werksarbeiter auf Entlassungen.

São PauloAus Protest gegen die Entlassung von 800 ihrer Kollegen sind Arbeiter eines VW-Werks in Brasilien in den Streik getreten. Der Ausstand werde erst eingestellt, wenn die Betroffenen ihre Jobs wiederhätten, erklärte die Gewerkschaft der Metaller im Bezirk São Bernardo Do Campo in São Paulo am Dienstag.

Demnach sind sämtliche 13.000 VW-Mitarbeiter von dem Streik betroffen. Die Mitarbeiter im Werk in Anchieta hätten die Arbeit niedergelegt ohne die Fabrik zu verlassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ABR.

VW do Brasil bestätigte die Entlassungen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Belegschaft habe alternative Vorschläge abgelehnt.

Der Volkswagen-Konzern teilte mit, das Fließband in dem Werk stehe durch den Streik still. Wie viele Fahrzeuge dort täglich produziert werden, wollte das Unternehmen nicht verraten. Die umstrittenen Entlassungen begründete VW mit der negativen Marktsituation.

2014 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent, die Exporte gaben um 40 Prozent nach. Die Produktionsleistung brach um 15 Prozent ein.

Auch bei der brasilianischen Filiale von Mercedes-Benz kam es zu Entlassungen. Die Gewerkschaft gab an, es seien 244 Mitarbeiter entlassen worden. Das Unternehmen bestätigte dem Nachrichtenportal G1, es habe Kündigungen gegeben, die jedoch unter der angegebenen Anzahl lägen.

Der Absatz im brasilianische Fahrzeugmarkt ist 2014 um 6,8 Prozent auf 5,2 Millionen Einheiten gefallen.

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