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03.09.2014

16:28 Uhr

Provisionen an Vermittler

Salzgitter dementiert falsche Buchungen

Der Stahlkonzern Salzgitter hat einen Medienbericht dementiert, wonach der Konzern im Verdacht stehe, Provisionszahlungen an Vermittler unzulässig als Betriebsausgaben verbucht zu haben.

Das Gelände der Salzgitter AG im niedersächsischen Salzgitter. dpa

Das Gelände der Salzgitter AG im niedersächsischen Salzgitter.

DüsseldorfDer Stahlkonzern Salzgitter hat den Verdacht zurückgewiesen, Provisionen an Vermittler falsch verbucht zu haben. Im Rahmen eines steuerlichen Ermittlungsverfahrens werde geprüft, ob die Salzgitter Mannesmann International Zahlungen unzutreffend als Betriebsausgaben gebucht haben könnte, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. „Salzgitter vertritt die Auffassung, sämtliche Zahlungen zutreffend behandelt zu haben, und unterstützt die Ermittlungsbehörden von Beginn an, um transparent und nachvollziehbar zur Aufklärung der Sachverhalte sowie ihrer steuerlichen Anerkennung beizutragen.“

Das Magazin „Stern“ hatte zuvor vorab berichtet, der Konzern stehe im Verdacht im Zusammenhang mit Geschäften im Mittleren Osten und Afrika Provisionszahlungen in Höhe von 122 Millionen Euro unzulässig als Betriebsausgaben verbucht zu haben. Salzgitter erklärte, seit vielen Jahren auch in Afrika und dem Mittleren Osten Geschäfte vor allem mit Stahlprodukten wie Röhren zu betreiben. Dabei bediene sich der Konzern neben der eigenen Vertriebsorganisation auch nicht zum Unternehmen gehörender Vermittler. „Letztere erhalten geschäftsübliche Vermittlungsprovisionen.“

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Von

rtr

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