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22.02.2017

20:15 Uhr

PSA

Peugeot will durch Opel-Kauf Milliarden einsparen

Laut Medienbericht wird der Kauf von Opel bis Anfang März über die Bühne gebracht. Bei der Bundesregierung zeigt man sich zufrieden mit den Zusagen von PSA. Der Autobauer könnte durch die Übernahme Milliarden einsparen.

Autohersteller

Der Opel-Deal – Darum will PSA die Übernahme

Autohersteller: Der Opel-Deal  – Darum will PSA die Übernahme

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London/FrankfurtDie Peugeot-Mutter PSA peilt Insidern zufolge durch die anvisierte Opel-Übernahme jährliche Einsparungen in Höhe von 1,5 bis zwei Milliarden Euro an. Die Synergien würden sich im Wesentlichen durch Zusammenführungen in den Bereichen Einkauf und Entwicklung ergeben, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Die Bundesregierung zeigte sich zufrieden mit den PSA-Garantien für Opel. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) soll der Kauf noch in der ersten Märzwoche vollzogen und verkündet werden.

PSA Peugeot Citroen will Opel vom US-Autobauer General Motors kaufen. Nach Bekanntwerden der Übernahmeabsichten wurden vor allem in Deutschland und Großbritannien, wo Opel unter der Marke Vauxhall firmiert, Sorgen über den Erhalt der insgesamt 38.000 GM-Arbeitsplätze in Europa laut. Opel beschäftigt in Deutschland gut 19.000 Menschen und hat neben dem Stammwerk in Rüsselsheim auch Fabriken in Kaiserslautern und Eisenach sowie ein Ersatzteilzentrum in Bochum.

Frankreichs Wirtschaftsminister Michel Sapin sagte, die geplante Übernahme biete Chancen für alle Seiten, allerdings müsse Rücksicht auf die Arbeitsplatzsorgen genommen werden. Die britische Premierministerin Theresa May wollte noch im Laufe des Mittwoch mit Peugeot-Chef Carlos Tavares am Telefon über die Auswirkungen einer Übernahme auf die britischen Werke sprechen.

Durch die Zusammenlegung des Einkaufs könnten nach Einschätzung des Analysten Dominic O'Brien von Exane BNP Paribas 1,2 Milliarden Euro eingespart werden, 400 Millionen Euro im Bereich Forschung und Entwicklung und 400 weitere Millionen Euro durch den letztendlichen Abbau von 6000 Stellen. Dieser werde wahrscheinlich eher durch natürliche Fluktuation und Freiwilligkeit als durch Kündigungen erzielt.

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Die Bundesregierung kündigte an, die geplante Übernahme positiv zu begleiten. Das heiße „zum Beispiel, dass wir zufrieden sind, dass PSA diese Festlegungen getroffen hat“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin und zählte die Standort-, die Investitions-, die Beschäftigungsgarantien durch PSA auf. Zudem begrüße die Regierung die Ankündigung, Opel eigenständig zu lassen.

Die „FAZ“ berichtete vorab aus ihrer Donnerstagausgabe, sowohl GM, als auch Opel selbst und der mögliche Käufer PSA wollten das Geschäft noch vor dem Internationalen Autosalon in Genf vollziehen, der am 6. März beginnt. Obwohl die Verhandlungen bis zur letzten Minute dauern würden, gingen die Beteiligten davon aus, dass das Geschäft nicht mehr scheitere. Alle Seiten hätten ein Interesse am Gelingen der Transaktion.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Jean Coquelin

23.02.2017, 12:50 Uhr

Die Opel Übernahme durch Peugeot ist höchst ungesund. Die zwei Milliarden Einsparungen werden zwangsläufig auf Kosten der Arbeitnehmer teilweise bei Opel aber hauptsächlich bei den Lieferanten erfolgen. Bei 2 Milliarden sind grosso-modo 30.000 Arbeitsplätze gefährdet. Die französischen Gewerkschaften werden wie immer sorgen dass die ganzen Kosten zu Lasten der Deutschten abgewälzt werden. Streiks sind programiert.

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