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22.03.2013

12:24 Uhr

Pumpenmaschinenhersteller

Rekorddividende für Pfeiffer Vacuum-Aktionäre

Vom Rekordgewinn wird ein Großteil ausgeschüttet: Die Anteilseigner sollen 3,45 Euro je Aktie erhalten, also 30 Cent mehr als im Vorjahr. Zugleich ist die Situation unsicher: Solar- und Halbleitergeschäft läuft schlecht.

Der Spezialpumpenhersteller hat mit seiner Solarbranche einige Probleme. PR

Der Spezialpumpenhersteller hat mit seiner Solarbranche einige Probleme.

Trotz der zuletzt unsicheren Aussichten will der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum seinen Aktionären für 2012 eine Rekorddividende zahlen. "Wir haben ja auch einen Rekordgewinn eingefahren", begründete Vorstandschef Manfred Bender am Freitag den Dividendenvorschlag im Reuters-Interview. Die Anteilseigner sollen je Aktie 3,45 Euro erhalten und damit 30 Cent mehr als im Jahr zuvor. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei gut 75 Prozent.

Die Nachfrageflaute in der Halbleiter- und Solarindustrie hatte dem Pumpenhersteller im vergangenen Jahr allerdings zugesetzt. Umsatz und operative Rendite blieben hinter den Erwartungen. Bei einem Erlösrückgang um 11,2 Prozent auf 461,3 Millionen Euro verdiente der Konzern operativ 67,7 (61,8) Millionen Euro. Netto blieben 45,3 (41,6) Millionen Euro. Mit der erreichten Rendite von 14,7 Prozent schrammte Pfeiffer knapp an den avisierten 15 Prozent vorbei.

Für 2013 sieht es angesichts dünner Orderbücher wenig rosig aus. Der Auftragsbestand schrumpfte um 18 Prozent auf 71,8 Millionen Euro, der Auftragseingang um 13,6 Prozent auf 445,6 Millionen Euro. Firmenchef Bender wagt bislang keine Prognose und verweist auf die Hauptversammlung im Mai.

Spezialpumpen-Hersteller: Pfeiffer Vacuum mit Umsatzrückgang

Spezialpumpen-Hersteller

Pfeiffer Vacuum mit Umsatzrückgang

Der Spezialpumpen-Hersteller erwirtschaftet im abgelaufenen Geschäftsjahr geringere Erlöse. Der Umsatz bleibt damit hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Dafür erhöht sich der Gewinn dank eines Sparprogramms.

"Momentan ist die Entwicklung nicht konkret einzuschätzen", sagte Bender. Die Geschäfte mit der Solarindustrie lägen brach. Darüber mache er sich allerdings für die künftige Entwicklung keine Sorgen. "Pfeiffer Vacuum hat so viele Abnehmer, dass der Wegfall des Solargeschäftes irgendwann nicht mehr ins Gewicht fallen wird."

Der Konzern mit seinen etwa 2300 Mitarbeitern beliefert neben der Halbleiter- und Solarindustrie unter anderem auch die Hersteller von DVDs, mechanischen Werkzeugen und Brillengläsern.

An der Börse Sank der Pfeiffer-Kurs um bis zu vier Prozent. Überschuss und Dividende lagen laut DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer unter den Erwartungen.

Von

rtr

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