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30.03.2012

14:41 Uhr

Q-Cells

Rettungskonzept droht zu scheitern

Die Lage bei dem ums Überleben ringenden Solarkonzern Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen wird immer bedrohlicher. Das Rettungskonzept für das überschuldete Unternehmen mit rund 2200 Beschäftigten droht zu scheitern.

Q-Cells hatte 2011 unter dem Strich einen Verlust von 846 Millionen Euro erwirtschaftet. dpa

Q-Cells hatte 2011 unter dem Strich einen Verlust von 846 Millionen Euro erwirtschaftet.

Bitterfeld-WolfenDas Rettungskonzept könne nicht umgesetzt werden, teilte Q-Cells am Freitag mit. Hintergrund ist ein Streit mit einer Minderheit von Gläubigern, die vor Gericht gezogen sind. Q-Cells erwartet, dass das Gericht den Klägern Recht geben würde, wie dies gerade in einem vergleichbaren Fall des Unternehmens Pfleiderer geschah. Nun sucht Q-Cells neue Wege. „Wir prüfen Alternativen zur Umsetzung des Konzepts“, sagte Q-Cells Sprecherin Ina von Spies. Wann diese vorliegen werden, könne sie noch nicht sagen.

Bisher plante der Solarkonzern einen radikalen Schulden- und Kapitalschnitt und hatte dafür die Zustimmung der Mehrheit der Gläubiger, die Anleihen über mehrere 100 Millionen Euro besitzen. Der Düsseldorfer Anwalt Peter Dreier, der mehrere Gläubiger von Q-Cells vertritt und gegen das Unternehmen klagt, begrüßte den Schritt des Konzerns. „Das halte ich für konsequent“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Er verlangt für seine Mandanten - die zusammen Anleihen in Hohe von rund drei bis fünf Millionen Euro haben - die Auszahlung des Geldes. Q-Cells müsse jetzt versuchen, einen neuen Restrukturierungsplan vorzulegen.

Q-Cells hatte 2011 unter dem Strich einen Verlust von 846 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Erlöse brachen um ein Viertel auf nur noch gut eine Milliarde Euro ein. Auch für dieses Jahr rechnet Q-Cells-Chef Nedim Cen mit Verlusten.Die Solarbranche insgesamt war 2011 in eine schwere Krise geraten. Gründe sind Überkapazitäten und ein daraus resultierender harter Preiskampf. Einige Unternehmen sind schon in die Insolvenz gegangen, darunter das Berliner Unternehmen Solon.

Von

dpa

Kommentare (1)

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klauCENtner

30.03.2012, 20:38 Uhr

die millionensaläre der vorstände,der zigmillionen- ca 50- borussia dortmund vertrag in 2011 für die nächsten 5 jahre,der neue speditions schenkervertrag mit 25 000qm
lagerfläche,die eigenen q-cells flächen stehen zum teil leer usw.

dazu hunderte millionen steuergelder von der KFW und dem land THÜRINGEN die sich bereits in luft aufgelöst haben ebenso die mehr als ne halbe milliarde anleihegelder allet futsch.eine RIESENPLEITE

und alle greifen manager weiterhin in die kasse und erpressen mit angeblich sicheren arbeitsplätzen weitere subventionen und geld aus öffentlichenkassen,dabei macht der markt einen bogen um Q-cells produkte.

das beständigste ist die realitätsblindheit und die arroganz der vorstände

dschina soll schuld sein,die abzocker aus dem vorstand lichtgestalten

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