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06.05.2013

21:50 Uhr

Qatar-Bestellung

Airbus profitiert von Dreamliner-Pannen

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat durch das Flugverbot für den Dreamliner einen wichtigen Kunden verloren. Qatar Airways orderte bei Konkurrent Airbus, um die Lücke in der Flotte zu schließen.

Die japanische All Nippon Airways (ANA) hat derzeit noch eine der größten Dreamliner-Flotten. Reuters

Die japanische All Nippon Airways (ANA) hat derzeit noch eine der größten Dreamliner-Flotten.

DubaiDer europäische Flugzeugbauer Airbus profitiert von den Dreamliner-Problemen des US-Rivalen Boeing. Die Fluggesellschaft Qatar Airways teilte am Montag mit, sie spreche mit Airbus über die Lieferung von Maschinen des Typs A330. Sie sollten die Lücke füllen, die es bei der Airline nach den Verzögerungen beim Dreamliner gebe. Insgesamt gehe es um zehn bis 15 Airbus-Maschinen. Sie haben einen Listenpreis von zusammen rund 3,6 Milliarden Dollar.

Sämtliche Dreamliner erhielten Flugverbot, nachdem eine Batterie an Bord einer in Boston geparkten Japan-Airlines -Maschine Feuer fing und eine weitere in einem Flieger von All Nippon Airways während des Flugs schmolz. Boeing setzt Lithium-Ionen-Akkus in dem als besonders sparsam gepriesenen 787-Jet ein, weil sie leichter sind als herkömmliche Batterien. Sie sind aber auch schneller entflammbar. Erst vor wenigen Tagen war das Verbot aufgehoben worden.

Die Zwangspause für Boeings Hoffnungsträger kostete die US-Fluggesellschaft Schätzungen zufolge rund 600 Millionen Dollar. Die japanische Gesellschaft ANA kündigte an, Gespräche mit Boeing über Schadenersatz nach Wiederaufnahme der regulären Flüge führen zu wollen.

Von

rtr

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