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05.11.2013

09:41 Uhr

Quartalsbericht

Leichter Rücksetzer für BMW

Eine leichte Delle bei Umsatz und Vorsteuergewinn hat der Autohersteller BMW im zurückliegenden Quartal verzeichnet. Im Kerngeschäft fällt das Ergebnis um sechs Prozent. Nach Steuern bleibt aber ein Milliardenüberschuss.

Quartalszahlen

BMW mit Gewinnrückgang

Quartalszahlen: BMW mit Gewinnrückgang

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MünchenDer Gewinn des Oberklasse-Autobauers BMW ist im dritten Quartal leicht unter Druck geraten. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen lag bei 1,93 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Das ist ein Rückgang um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hohe Ausgaben für neue Technologien, etwa das Elektroauto i3, gestiegene Personalkosten sowie die Rabattschlacht in Europa schlugen zu Buche.

In der Kernsparte Automobile sackte der Betriebsgewinn trotz rekordhoher Verkaufszahlen im dritten Quartal um sechs Prozent auf 1,55 Milliarden Euro ab. Damit lag BMW leicht unter den Erwartungen der Analysten. Dennoch legte der Konzernüberschuss nach Steuern leicht um drei Prozent auf 1,33 Milliarden Euro zu.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

Die Rendite im Autogeschäft ging im abgelaufenen Quartal auf neun von 9,6 Prozent zurück. Der Konzern investiert Milliarden in neue Technologien, wie etwa das Elektroauto i3, das Mitte November auf den Markt kommt. Auch die Personalkosten seien gestiegen, erklärte BMW. Bei der Rendite schnitt Konkurrent Audi mit 9,4 Prozent besser ab, allerdings fiel der Wert auch bei den Ingolstädtern schwächer aus als vor Jahresfrist. Einzig Rivale Daimler konnte zuletzt Fortschritte vorweisen: In der Pkw-Sparte legte die Marge auf 7,3 Prozent zu. Die Stuttgarter riefen zudem die Trendwende zum Besseren aus.

Der BMW-Konzernumsatz schrumpfte von Juli bis September leicht um 0,4 Prozent auf 18,75 Milliarden Euro. Dabei hatte der Konzern die Zahl der Auslieferungen im selben Zeitraum um fast 50.000 auf 482.000 Fahrzeuge gesteigert. In den ersten neun Monaten des Jahres liegt der BMW-Umsatz bei 55,8 Milliarden Euro und damit ebenfalls knapp unter dem Vorjahreswert.

Der Konzern behält die gewohnte Vorsicht bei: Es gebe zwar erste Anzeichen für eine Stabilisierung auf den europäischen Automärkten, aber das wirtschaftliche Umfeld bleibe auch in den kommenden Monaten volatil und herausfordernd, hieß es. In Europa hält die Schuldenkrise viele Pkw-Märkte weiter im Würgegriff. Die Branche versucht mit hohen Preisnachlässen, die Kunden zum Autokauf zu bewegen. Unter der Rabattschlacht leiden auch die Oberklasse-Hersteller, die in Europa rund die Hälfte ihrer Fahrzeuge verkaufen. Sie profitieren allerdings davon, dass teure Limousinen und Geländewagen in großen Märkten wie China oder den USA weiter reißenden Absatz finden.

Für 2013 bekräftigte BMW die Prognose, wonach das Konzernergebnis vor Steuern in der Größenordnung des Vorjahres liegen soll. Der Absatz der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce soll im einstelligen Prozentbereich wachsen. „Wir sind nach dem guten dritten Quartal auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Konzernchef Norbert Reithofer.

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