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09.11.2011

08:29 Uhr

Quartalsbilanz

Eon bricht der Gewinn weg

Die goldenen Zeiten sind für Eon vorbei. Deutschlands größtem Versorger bricht der Gewinn weg. Und daran sind bei weitem nicht nur allein die Kosten durch den Atomausstieg schuld.

Eon macht der Atomausstieg mächtig zu schaffen. dapd

Eon macht der Atomausstieg mächtig zu schaffen.

DüsseldorfDer Energiekonzern Eon kämpft nach dem Atomausstieg mit stark sinkenden Gewinnen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei in den ersten neun Monaten um 39 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro gefallen, teilte der größte deutsche Versorger am Mittwoch mit.

Dabei seien die Erlöse sogar um etwa ein Fünftel auf rund 78 Milliarden Euro gestiegen. Doch die Abschaltung der Atomkraftwerke Isar 1 und Unterweser, die Brennelementesteuer und das weiter schwächelnde Gasgeschäft drückten auf die Margen. Vorstandschef Johannes Teyssen reagiert mit massiven Stellenstreichungen. Konkrete Pläne will er im Dezember vorstellen.

Im Zeitraum von Januar bis Ende September fiel der bereinigte Konzernüberschuss um 34 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt ein bereinigtes Ebitda von 6,504 Milliarden Euro sowie einen bereinigten Überschuss von 1,48 Milliarden Euro prognostiziert.

„Die Geschäftentwicklung Ihres Unternehmens liegt nach neun Monaten im Rahmen unserer Erwartungen“, schrieb Teyssen im Quartalsbericht an die Aktionäre. Die vorzeitige Abschaltung der beiden Atomkraftwerke und die Brennelementesteuer belasteten das Ergebnis mit rund 2,3 Milliarden Euro. Das Gashandelsgeschäft habe um 800 Millionen Euro schlechter als im Vorjahr abgeschnitten. Die Sparte leidet darunter, dass Eon Lieferanten wie Gazprom nach den langfristig abgeschlossenen Verträgen noch hohe Preise zahlen muss, während die eignen Kunden nur die inzwischen gefallenen Spotmarktpreise berappen wollen.

Teyssen bekräftigte die im August gesenkte Prognose. Der Versorger peilt 2011 ein bereinigtes Ebitda zwischen 9,1 und 9,8 Milliarden Euro und einen bereinigten Überschuss von 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro an. Der Manager will bis spätestens 2015 die beeinflussbaren Kosten auf 9,5 Milliarden Euro von derzeit elf Milliarden Euro reduzieren. Hierzu will Teyssen auch bis zu 11.000 der weltweit 79.000 Stellen streichen. Die Konzerleitung solle gestrafft, das Deutschlandgeschäft neu ausgerichtet und die Gas- und Handelseinheiten in eine Gesellschaft zusammengeführt werden. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat im Dezember ausführlich über die Pläne informieren, kündigte er an.

Kommentare (11)

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Hanseat50

09.11.2011, 08:19 Uhr

Ich denke das Problem bei EON sind nicht die Atomkraftwerke, es ist mehr der unbeschreiblich miese Service und Umgang mit seinen Kunden. Entweder werden Zusagen nicht eingehlaten oder man wartet auf Antworten Monate. Wenn mann den Kontakt zur Basis also seinen Kunden verliert dann kommt irgendwann die Pleite. Auch wenn man sonst so groß ist. Arroganz war noch nie ein guter Berater

Account gelöscht!

09.11.2011, 09:06 Uhr

mit ungeeichten Zählern ohne Verbrauch eine Grundgebühr abzuzocken nennt man nicht nur ungangssprachlich BETRUG - wieviel Umsatz macht Eon auf diese Tour ?

Account gelöscht!

09.11.2011, 09:09 Uhr

mit ungeeichten Zählern ohne jeden Verbrauch eine Grundgebühr zu berechnen, obwohl man nicht Eigentümer der Zähler/Netze ist, nennt man nicht nur ungangssprachlich BETRUG. Wieviel Umsatz macht Eon auf diese Tour ?

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