Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2007

10:27 Uhr

Quartalsbilanz

Shell verdient 6 Milliarden in 3 Monaten

Weil Royal Dutch Shell die Produktionsmengen gesteigert hat und die Preise allgemein hoch sind, hat der Energiekonzern im abgelaufenen Quartal einen gigantischen Gewinn eingefahren.

HB LONDON. Zu dem Nettogewinn im vierten Quartal von 6 Mrd. Dollar hätten auch Erlöse aus dem Verkauf von Gas- und Ölfeldern beigetragen, teilte der britisch-niederländische Konzern am Donnerstag mit. Ohne diese nicht-operativen Gewinne verdiente Shell mit 5,5 Mrd. Dollar 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und übertraf damit die Erwartungen der Experten von rund 5,2 Mrd. Dollar. Shell-Aktien legten 2,3 Prozent zu.

Der nach Marktkapitalisierung zweitgrößte westliche Ölkonzern profitierte beim Gewinn vor allem von der positiven Entwicklung im Fördergeschäft. Die Gewinne im Raffineriesektor gaben dagegen nach, da die Margen abschmolzen. Sie lagen aber noch immer über den Erwartungen der Analysten.

Die Ölproduktion solle in den kommenden Jahren 1 bis 2 Prozent zulegen, sagte Shell-Chef Jeroen van der Veer. Zum Jahrzehntwechsel solle der Produktionszuwachs dann auf 2 bis 3 Prozent gesteigert werden. Damit könnte Shell sein im vergangenen Jahr ausgegebenes Produktionsziel von 3,8 bis 4,0 Mill. Barrel Öläquivalent pro Tag für das Jahr 2009 verfehlen. Im vierten Quartal 2006 wurde die Ölproduktion auf 3,645 Mill. Barrel gesteigert nach 3,5 Mill. ein Jahr zuvor.

Der geplante Verkauf des Mehrheitsanteils an dem russischen Gas- und Ölfeld Sachalin-2 werde die Ölreserven um 400 Mill. Barrel schmälern, teilte Shell weiter mit. Das werde sich in den Statistiken für 2007 niederschlagen. Shell hatte auf Druck der Putin-Regierung die Führung bei dem Projekt an den russischen Gazprom-Konzern abgegeben.

Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit höheren Nettokapitalausgaben als bisher. Diese würden sich voraussichtlich auf 22 bis 23 Mrd. Dollar belaufen nach 21 Mill. im vergangenen Jahr und bisher ebenfalls für 2007 erwarteten 21 Mrd. Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×