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28.01.2004

16:25 Uhr

Quartalsgewinn um 22 Prozent gesteigert

Wella bekommt Procter & Gamble gut

Der größte amerikanische Konsumgüteranbieter Procter & Gamble hat Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 deutlich gesteigert. Das Geschäft mit Schönheitsprodukten schoss durch den Wella-Kauf regelrecht in die Höhe.

HB CHICAGO. Positiv schlugen nach Firmenangaben in den Herbstmonaten auch starke Erlöse mit nicht verschreibungspflichtigen Grippe-Medikamenten zu Buche. Der Konzernumsatz kletterte um 20 % und übertraf damit wie auch der Gewinn die Analystenprognosen. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende Juni sagte der Hersteller der Pampers-Windeln am Mittwoch einen weiteren Ergebnis- und Erlösanstieg voraus. P&G-Aktien zogen im frühen Handel um 0,8 % an.

Im zweiten Geschäftsquartal (per 31. Dezember) sei der Nettogewinn auf 1,82 (Vorjahreszeitraum 1,49) Mrd. Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 1,29 Dollar gerechnet. Der Umsatz zog um ein Fünftel auf 13,22 Mrd. Dollar an. Branchenexperten hatten im Schnitt nur 12,81 Mrd. Dollar erwartet. Die Dollar-Schwäche zu anderen Währungen, die den Dollar-Wert im Ausland erzielter Einnahmen erhöht, trug nach Firmenangaben vier Prozentpunkte zum Wachstum bei.

P&G hat eine Reihe von Zukäufen im Gesundheits- und Haarpflegebereich getätigt, seine Struktur gestrafft und damit in den vergangenen Quartalen mit die besten Ergebnissteigerungen der Branche hingelegt. Die Darmstädter Wella AG wurde von P&G vergangenes Jahr für rund sechs Mrd. € aufgekauft. Der US-Konzern will das deutsche Unternehmen komplett übernehmen, hielt Mitte Dezember nach Angaben von Wella aber erst 81,1 % aller Wella-Aktien.

Für das dritte Geschäftsquartal sagte P&G einen Umsatzanstieg von bis zu 18 % voraus, bis zu neun Prozentpunkte davon sollen zugekaufte Unternehmen - vor allem Wella - beisteuern. Die Gewinnprognosen der Analysten für das laufende dritte Geschäftsquartal von 1,06 Dollar je Aktie lägen am oberen Ende der eigenen Erwartungen. Branchenexperten sprachen denn auch von einem vorsichtigen Ergebnisausblick. „Wir glauben, dass das obere Ende (der von P&G prognostizierten Spanne) erreichbar ist“, sagte Ann Gillin Lefever von Lehman Brothers.

Im Gesamtjahr (per Ende Juni) soll der Umsatz der Konzernprognose zufolge um 13 bis 17 % ansteigen. Der Nettogewinn je Aktie werde zudem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres voraussichtlich um 25 % steigen.

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