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09.11.2011

13:11 Uhr

Quartalszahlen

Brauereien hängen von Südamerikas Bierdurst ab

VonChristian Müßgens

Die Nachfrage aus Schwellenländern treibt den Gewinn der großen Bierkonzerne, wie auch die heute vorgelegten Quartalszahlen belegen. Die Deutschen Brauer leiden hingegen unter schwacher Nachfrage auf dem Heimatmarkt.

Catherina Cramer

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Catherina Cramer: Die Frau hinter Warsteiner

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Das Geschäft der großen europäischen Bierkonzerne wird immer stärker von der Nachfrage in Schwellenländern bestimmt. Heute legten Anheuser Busch-Inbev und Carlsberg ihre Zahlen für das dritte Quartal vor. Beide Unternehmen steigerten in den vergangenen drei Monaten den Gewinn trotz sinkenden Absatzes. Die kleineren Brauer in Deutschland geraten hingegen immer stärker unter den Druck der Globalisierung.

Die weltweite Nummer Eins, Anheuser-Busch Inbev, profitierte von einer hohen Nachfrage in Asien und Südamerika, konnte zudem höhere Preise durchsetzen und die Kosten senken. Die weltweite Nummer Vier, der dänische Braukonzern Carlsberg, leidet zwar unter sinkendem Absatz in Russland, konnte aber die Verkaufszahlen in Asien um mehr als zehn Prozent steigern.

Bei Anheuser Busch stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent auf 10,22 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 7,34 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das so genannte Ebitda, legte um 5,5 Prozent auf knapp 4 Milliarden Dollar zu. Mit den Zahlen erfüllte der Konzern im Großen und Ganzen die Markterwartungen.

Der weitaus kleinere Konkurrent Carlsberg konnte das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis ebenfalls steigern, von umgerechnet rund 261 Millionen Euro im dritten Quartal des Jahres 2010 auf rund 280 Millionen im gleichen Zeitraum dieses Jahres. Die Börsen reagierten zudem positiv auf Ankündigungen des Managements, das Gewinnziel im Gesamtjahr zu erreichen, trotz Absatzproblemen in Osteuropa.

Die großen Brauer versuchen schon seit Jahren, die schwache Nachfrage und den starken Wettbewerb in Europa durch ein stärkeres Geschäft in Schwellenländern auszugleichen. Das stärkste Umsatzwachstum erzielen die Konzerne, zu deren Größten neben Anheuser Busch und Carlsberg noch die britische SAB Miller und die niederländische Heineken gehören, in Südamerika, dicht gefolgt vom Nahen Osten, Afrika und Asien.

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