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07.05.2014

07:37 Uhr

Quartalszahlen

Fiat steigert Umsatz trotz Verlusten

Der Umsatz von Fiat stieg im abgelaufenen Quartal um zwölf Prozent, der Gewinn ging jedoch zurück. Trotzdem hat der Konzern bis 2018 große Pläne – er will seinen Gewinn bis dahin verfünffachen.

Zufrieden mit den Fiat-Geschäftszahlen: Fiat-Chrysler-Vorsitzender Sergio Marchionne. Reuters

Zufrieden mit den Fiat-Geschäftszahlen: Fiat-Chrysler-Vorsitzender Sergio Marchionne.

MailandFiat Chrysler ist zu Jahresbeginn in die Verlustzone gerutscht. Grund dafür seien einmalige Kosten im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme der US-Geschäfte, teilte der italienische Autobauer am Dienstagabend mit. Zudem hätten ungünstige Wechselkurse das Ergebnis gedrückt. Fiat kündigte zudem an, seinen Absatz von zuletzt 4,4 Millionen Fahrzeugen bis 2018 auf sieben Millionen steigern zu wollen. Der Nettogewinn soll sich bis dahin auf fünf Milliarden Euro verfünffachen, der Umsatz von 87 Milliarden Euro auf 132 Milliarden steigen. Fiat-Chef Sergio Marchionne sagte bei einer zehnstündigen Analystenkonferenz, er wolle bis Ende 2018 im Amt bleiben und damit zwei Jahre länger als bislang vorgesehen.

Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 319 Millionen Euro. Ohne die belastenden Posten hätte Fiat einen Gewinn von 71 Millionen Euro erwirtschaftet nach 31 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 22,1 Milliarden Euro.

Die Sportwagenmarke Alfa Romeo soll mit milliardenschweren Investitionen gestärkt werden. Bis 2018 sollen fünf Milliarden Euro investiert werden, der Absatz soll sich bis dahin auf 400.000 Autos mehr als verfünffachen. Zahlreiche neue Modelle seien geplant. Auch die Marke Jeep soll künftig eine größere Rolle spielen. Ihr Absatz soll von 732.000 auf 1,9 Millionen Fahrzeuge bis 2018 steigen. Neue Fabriken wird es früheren Angaben zufolge dafür in Brasilien und China geben.

Fiat schreibt vor allem in Europa rote Zahlen. Anfang 2014 hatte der Konzern vollständig die Kontrolle über Chrysler übernommen. Dadurch entstand der weltweit siebtgrößte Autobauer. Durch das profitable Geschäft in den USA und Kostenvorteile durch die Fusion hofft das Management, an die Marktführer Toyota, GM und VW heranzurücken. Es wird aber mit einem größeren Stellenabbau gerechnet, vor allem in Italien.

Von

rtr

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