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24.01.2012

01:35 Uhr

Quartalszahlen

Halliburton trübt die Freude über Umsatzrekord

Der Öl- und Gasfelddienstleister Halliburton steckt in einer unbequemen Situation. Er kann zwar glänzende Quartalszahlen vorweisen, sieht aber für die Zukunft wenig Grund zur Freude.

Ein Halliburton-Mitarbeiter an einer Fracking-Station in Colorado. dapd

Ein Halliburton-Mitarbeiter an einer Fracking-Station in Colorado.

Am Mittwoch vermeldete der Öl- und Gasfeldausrüster Halliburton einen Umsatzrekord, auch die Gewinne für das vierte Quartal übertrafen die Erwartungen der Anleger. Als Gewinn konnte Halliburton im vierten Quartal 906 Millionen Dollar verbuchen, im Vorjahr waren es 605 Millionen Dollar gewesen. Der Umsatz stieg um 37 Prozent auf 7,06 Milliarden Dollar. „Das ist der höchste Wert in der Geschichte des Unternehmens“, sagte Halliburton-CEO David Lesar in einem Bericht des „Wall Street Journal“.

Aktie im Fokus: Öl-Geschäft läuft für Halliburton wie geschmiert

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Doch in einer Konferenzschaltung mit Analysten hielten Lesar und sein CFO Mark McCollum auch mit einer schlechten Nachricht nicht hinterm Berg: Für die Zukunft sieht das Unternehmen in Nordamerika einen Rückgang der Betriebsmargen auf sich zukommen. Das liegt zum Großteil am Unternehmensfeld Gas.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge sagte McCollum: „Die Kosteninflation hat weiterhin eine negative Wirkung. Es gibt ein Spanne zwischen der Erhöhung der Händlerpreise und dem Zeitpunkt, an dem wir diese Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben können. Im Bereich Gas wird das immer schwieriger.“

In diesem Arbeitsfeld liefert Halliburton die Technologie und den Service, um an tief im Fels eingeschlossene Gasvorkommen zu gelangen. Dazu wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien mit Hochdruck ins Gestein gebracht. Für das umstrittene Fracking-Verfahren ist Halliburton dem „Wall Street Journal“ zufolge der führende Anbieter. Die Gaspreise in Nordamerika fallen jedoch, und viele Unternehmen der Branche konzentrieren sich auf die Förderung von gewinnversprechendem Öl.

Halliburton droht zudem eine kostspielige Klage. Das Unternehmen war an der Technik der Ölplattform Deepwater Horizon beteiligt, die im Sommer 2010 explodiert war, was zur größten Ölpest der US-Geschichte geführt hatte.

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Nach der Meldung der Quartalszahlen und des Ausblicks fielen die Aktien des Unternehmens um rund zwei Prozent.

Von

png

Kommentare (1)

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OMG

24.01.2012, 11:50 Uhr

Warum häckeln Sie nicht einfach wieder Topflappen und setzten sich für die globale mondphasen-konforme Landwirtschaft ein, statt zu lesen ?!

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