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26.04.2011

20:09 Uhr

Quartalszahlen

Renault steigert den Umsatz trotz Japan-Krise

Renault steigert Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent und das trotz Japan-Beben. Der französische Autokonzern überrascht Analysten und macht auch anderen Autoherstellern Mut.

Carlos Ghosn, Chef von Renault und Nissan präsentiert neue Zahlen. Quelle: dpa

Carlos Ghosn, Chef von Renault und Nissan präsentiert neue Zahlen.

Paris

Trotz der weitreichenden Produktionseinschränkungen nach den Naturkatastrophen in Japan hält der französische Autobauer Renault an seinen Jahresprognosen fest. Zwar könne sich die Produktion in den kommenden Monaten wegen Problemen in der Lieferkette abschwächen, teilte Renault am Dienstag mit.

Trotzdem stünden die Ziele des Konzerns für 2011 derzeit nicht in Frage. Angepeilt sind ein höherer Umsatz und mehr verkaufte Autos als im Jahr 2010. Im ersten Quartal 2011 verbuchte der VW-Rivale einen Umsatz von 10,43 Milliarden Euro und damit 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies war mehr als von Analysten erwartet. Besonders gut entwickelten sich die Märkte für Renault in Brasilien, in der Türkei und in Russland.

Der französische Autobauer Renault hat im ersten Quartal 2011 einen Absatzrekord verbucht. Dank eines starken Wachstums der Märkte außerhalb Europas verkaufte der Daimler-Partner von Januar bis Ende März knapp 693 000 Fahrzeuge. Dies seien 5,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und ein neuer Spitzenwert, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.
Wegen der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan rechnet auch Renault in den nächsten Monaten mit Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Bauteilen und einer verlangsamten Produktion. Dieser temporäre Effekt gefährde allerdings nicht die Ziele für das laufende Geschäftsjahr, hieß es. Renault will Verkäufe und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen.
Renault ist mit dem japanischen Autobauer Nissan verflochten. Diese Allianz wiederum kooperiert neuerdings auch mit Daimler, unter anderem beim Einsatz von Motoren.

Am Mittwoch will VW seine Quartalszahlen vorlegen, am Freitag folgt Daimler. Wegen der Katastrophe in Japan könnte Toyota seinen Titel als weltgrößter Autobauer in diesem Jahr verlieren. Betroffen ist auch der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan . Seine Produktion könnte bis zu 60 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Nissan und Renault sind Partner und haben mit Carlos Ghosn denselben Vorstandschef.

Von

rtr

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