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30.10.2013

14:16 Uhr

Ratiopharm-Mutter

Teva-Chef kündigt mitten im Konzernumbau

Erst hatte Teva-Chef Levin den Medien noch widersprochen, als diese über seinen baldigen Rückzug berichteten. Jetzt aber hat er das Handtuch geworfen. Es soll Streit mit dem Direktorium des Pharmakonzerns gegeben haben.

Jeremy Levin hatte im Mai 2012 die Konzernführung bei Teva übernommen. Jetzt hat er gekündigt. Reuters

Jeremy Levin hatte im Mai 2012 die Konzernführung bei Teva übernommen. Jetzt hat er gekündigt.

Tel AvivMitten im Konzernumbau verlässt Firmenchef Jeremy Levin die Ratiopharm-Mutter Teva. Übergangsweise werde Finanzchef Eyal Desheh das Geschäft führen, kündigte der weltgrößte Generika-Hersteller an. Ein eigenes Komitee werde nach einem Nachfolger suchen. Anfang der Woche hatte Levin noch Medienberichte zurückgewiesen, wonach er nach einem Streit mit dem Teva-Direktorium einen Rückzug in Erwägung zieht. Einem TV-Bericht zufolge gab es unterschiedliche Meinungen dazu, wie der geplante Stellenabbau auf dem israelischen Heimatmarkt über die Bühne gehen soll.

Levin hatte im Mai 2012 die Konzernführung bei Teva übernommen. Er kündigte an, auf die zunehmende Generika-Konkurrenz mit der Herstellung eigener Medikamente zu reagieren und sich von Randbereichen zu trennen. Anfang des Monats drückte das Management beim Sparprogramm auf die Tube. Weltweit sollen rund 5000 Stellen gestrichen werden - zehn Prozent der Belegschaft. Teva steht vor großen Herausforderungen. Denn spätestens 2015 verliert das umsatzstarke Multiple-Sklerose-Präparat Copaxone den Patentschutz in den USA. Das Mittel ist das wichtigste Original-Präparat des Konzerns und erwirtschaftet rund 50 Prozent der Gewinne.

Von

rtr

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