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09.01.2009

11:48 Uhr

Reaktion auf die Krise

Panasonic kürzt Investitionen

Die Elektronikindustrie macht eine harte Zeit durch. Der japanische Konzern Panasonic kürzt seine Investitionen in neue Fabriken um 1,5 Milliarden Dollar und will unrentable Sparten zur Disposition stellen. Dabei galt das Unternehmen bisher als weitgehend krisenfest.

Plasmafernseher, hier auf einer Messe in Tokio, sind der Stolz des japanischen Konzerns Panasonic. Foto: ap. ap

Plasmafernseher, hier auf einer Messe in Tokio, sind der Stolz des japanischen Konzerns Panasonic. Foto: ap.

HB DÜSSELDORF. Der japanische Elektronikkonzern Panasonic kürzt seine Investitionen in zwei neue Fabriken um rund 1,5 Milliarden Dollar. Bis 2012 werde dadurch das bisherige Investitionsvolumen für die beiden Fertigungsanlagen um 23 Prozent verringert, teilte der Weltmarktführer bei Plasmafernsehern mit. In einer Fabrik nahe Osaka sollen ab Mai Plasmabildschirme, in der anderen ab Januar 2010 LCD-Bildschirme hergestellt werden.

Angesichts der Wirtschaftskrise sollten zudem unrentable Geschäftszweige zur Disposition gestellt werden - auch beim kleineren Rivalen Sanyo Electric, den Panasonic für bis zu neun Milliarden Dollar übernehmen will. Obwohl Panasonic zuvor als weitgehend krisenfest galt, hat die weltweite Konjunkturflaute Ende November auch den Branchenriesen getroffen: Panasonic strich überraschend seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr um 90 Prozent zusammen.

Angesichts der Wirtschaftsschwäche hat die Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehern, Digitalkameras und anderen Elektronikgeräten weltweit nachgelassen. Die Preise fallen, da die Hersteller auch mit Nachlässen versuchen, ihre inzwischen übervollen Lager zu leeren.

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