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30.09.2014

12:59 Uhr

Rechtsstreit

Hedgefonds geben Klagen gegen Porsche auf

Porsche kann vorerst aufatmen: Die letzten Hedgefonds, die in den USA Schadensersatz in Milliardenhöhe einklagen wollten, ändern ihre Klage nicht. Der Streit um die gescheiterte VW-Übernahme geht aber weiter.

Das New Yorker Berufungsgericht erklärte den jahrelangen Rechtsstreit gegen Porsche für beendet. Reuters

Das New Yorker Berufungsgericht erklärte den jahrelangen Rechtsstreit gegen Porsche für beendet.

Stuttgart/New YorkIm jahrelangen Rechtsstreit über die Folgen der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche steht die Klagewelle in den USA vor ihrem Abschluss. Die letzten acht von insgesamt 48 Hedge-Fonds, die Porsche einst auf zusammen 2,5 Milliarden Dollar Schadensersatz in den USA verklagt hatten, verzichteten darauf, ihre Klagen abzuändern.

Das New Yorker Berufungsgericht erklärte den Fall am Montagabend deshalb für abgeschlossen. Bis Mitte November könnten die Fonds, darunter Black Diamond und BlueMountain, allerdings noch Beschwerde beim Obersten Gerichtshof einlegen.

Das US-Gericht hatte Mitte August entschieden, dass über die Ansprüche in Milliardenhöhe nicht in den Vereinigten Staaten verhandelt werden könne. Ein Großteil der Fonds verfolgte den Rechtsweg in den USA deshalb nicht länger. Viele von ihnen streiten jedoch in Deutschland vor Gericht um insgesamt rund fünf Milliarden Euro.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Die 2010 gestartete Klagewelle ist das Nachspiel des Übernahmepokers vor sechs Jahren, als Porsche mitten in der Finanzkrise den viel größeren Volkswagen-Konzern übernehmen wollte. Institutionelle Anleger sehen sich über die wahren Absichten von Porsche damals hinters Licht geführt und verloren viel Geld bei Kurswetten. Porsche wies alle Vorwürfe zurück.

Am Landgericht Stuttgart scheiterten zwei Dutzend Fonds mit ihrer Klage wegen Marktmanipulation, die meisten von ihnen legten Berufung beim Oberlandesgericht ein. Auch das Landgericht Braunschweig wies im Juli die Klage eines Privatanlegers zurück.

Am Landgericht Hannover wird am 14. Oktober über Forderungen von knapp zwei Milliarden Euro verhandelt. Sieben Investmentgesellschaften werfen Porsche vor, nicht nur den Kapitalmarkt in die Irre geführt zu haben, sondern auch gegen Kartellrecht verstoßen zu haben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Matthias Moser

30.09.2014, 14:11 Uhr

Das war von Anfang an lächerlich: Wenn überhaupt, hat Porsche diese Geier mit den eigenen Waffen geschlagen.

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