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22.11.2013

07:14 Uhr

Reifenhersteller

Continental glänzt mit Autopilot-Systemen

Exklusiv„Das Geschäft explodiert regelrecht“: Der neue Continental-Vorstand Frank Jourdan wird seine Umsatzziele vier Jahre früher erreichen als geplant. Der Trend zu immer mehr Elektronik im Auto wird zum Wachstumsmotor.

Continental stellt nicht nur Reifen her, sondern bietet auch Fahrerassistenzsysteme an. dpa

Continental stellt nicht nur Reifen her, sondern bietet auch Fahrerassistenzsysteme an.

Der neue Continental-Vorstand Frank Jourdan zieht das Wachstumsziel des Autozulieferers und Reifenherstellern bei Fahrerassistenzsystemen vor. „Die Dynamik bei Fahrerassistenzsystemen hält an, das Geschäft explodiert regelrecht“, sagte Jourdan dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Deshalb rechne ich damit, dass wir bereits 2016 statt wie bisher geplant erst 2020 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz mit Fahrerassistenzsystemen machen können.“

„Die Dynamik bei Fahrerassistenzsystemen hält an“: Continental-Vorstand Frank Jourdan.

„Die Dynamik bei Fahrerassistenzsystemen hält an“: Continental-Vorstand Frank Jourdan.

Der neue Vorstand des Dax-Konzerns Continental führt seit zwei Monaten die Division Chassis & Safety. Sie hat mit Bremssystemen, Fahrwerkskomponenten und Fahrerassistenzsystemen in den ersten neun Monaten fast 5,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Elektronische Assistenzsysteme helfen dem Fahrer zum Beispiel dabei, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten und notfalls rechtzeitig zu bremsen. Der Markt für Autoelektronik wächst dynamisch. Davon profitiert auch Continental. Neue Funktionen entstehen durch die Verbindung bereits vorhandener Komponenten. „Sind Bremssystem, Kameras und Sensoren im Auto, lassen sich per Software immer neue Anwendungen umsetzen“, so Jourdan, der früher selbst Software entwickelt hat.

Für Softwarespezialisten wird der Trend zu immer mehr Elektronik im Automobil zum Jobmotor. „Um das Wachstum bei Fahrerassistenzsystemen zu stemmen, stellen wir jedes Jahr bis zu 300 Ingenieure ein“, sagte Jourdan.

Von

mcs

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